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Telekom macht ernst mit der Frauenquote

Gleichberechtigung Telekom macht ernst mit der Frauenquote

Die Telekom macht Ernst mit Frauenquote im Vorstand. 25 Prozent sollen in Zukunft Frauen sein. Doch der Erfinder der Neuregelung muss gehen. Er ist Opfer seines eigenen Erfolgs geworden.

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Thomas Sattelberger hat sich durchgesetzt. Man weiß nicht, ob er über seinen Erfolg heute wirklich glücklich ist, aber der Personalvorstand der Deutschen Telekom hat ein Ziel erreicht, das viele Kollegen belächelten: Der Konzernvorstand erreicht bald 25 Prozent Frauenquote. Kurioserweise allerdings wird Sattelberger ein Opfer des eigenen Erfolgs: Eine der aufrückenden Frauen übernimmt sein Personalressort, der Vertrag des 62-Jährigen wird im nächsten Frühjahr nicht verlänget.

Ob das nun Konsequenz oder einfach Pech des früheren Continental-Vorstands ist, weiß man nicht. Als amtsmüde galt der Mann jedenfalls nicht. Seine Nachfolgerin werde Marion Schick, teilte der Konzern gestern nach einer Aufsichtsratssitzung mit. Die 52-Jährige war zuletzt Kultusministerin in Baden-Württemberg, davor unter anderem Präsidentin der Hochschule München, wo sie als Professorin auch Personalmanagement lehrte.

Außerdem wird Claudia Nemat von der Unternehmensberatung McKinsey in den Telekom-Vorstand wechseln. Die 42-jährige Physikerin übernimmt dort die Verantwortung für die europäischen Beteiligungen. Das Ressort ist vakant, seit Guido Kerkhoff im April zu ThyssenKrupp wechselte.

Sattelberger hatte vor gut einem Jahr Schlagzeilen gemacht, als er dem eigenen Unternehmen eine Fraquenquote verordnete. Innerhalb von fünf Jahren wollte er den Anteil von Frauen in Führungspositionen von bisher 19 auf 30 Prozent steigern. Die Hoffnung, damit ein Beispiel zu geben, erfüllte sich allerdings nicht. Die Kollegen in den anderen Konzernen bekannten sich zwar zur Frauenförderung, legten auch neue Programme auf – aber auf eine Quote mochten sie sich dann doch nicht festlegen.

Jetzt hat sich Telekom-Chef Rene Obermann das Projekt zu eigen gemacht. Er habe sich „sehr für die Benennung starkgemacht“, ließ er am Abend mitteilen. Aus Sicht der Arbeitnehmervertreter machte er sich offenbar zu stark: Sie verließen aus Protest gegen Schicks Berufung die Sitzung, weil sie mit eigenen Vorschlägen kein Gehör fanden. Offene Kritik an der künftigen Personalchefin übten sie nicht.

Tatsächlich übernehmen die beiden ersten Frauen im Konzernvorstand alles andere als Alibi-Funktionen. Personal ist bei einem Dienstleister mit weltweit 244.000 Mitarbeitern ein Schlüsselressort, zumal der Konzern seit Jahren umstrukturiert und sich Mitarbeiter immer wieder in neuen Funktionen zurechtfinden müssen. Im Europaressort wird es Claudia Nemat mit diversen Problemfällen zu tun bekommen. Unter anderem gehört die Beteiligung an der griechischen OTE dazu.

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