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Tesla-Fahrer stirbt bei Autopilot-Unfall

Erster tödlicher Unfall Tesla-Fahrer stirbt bei Autopilot-Unfall

Bei einer Fahrt mit der Autopilot-Funktion eines Tesla-Elektroautos ist erstmals ein Fahrer tödlich verunglückt. Das selbstfahrende Auto krachte seitlich in einen Lkw.

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Bei einer Fahrt mit der Autopilot-Funktion eines Tesla-Elektroautos ist erstmals ein Fahrer tödlich verunglückt.

Quelle: Sven Hoppe

Washington. Der Zusammenstoß des selbstfahrenden Autos mit einem Lkw in den USA werde nun von der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA untersucht, teilte der Elektroautohersteller Tesla am Donnerstag (Ortszeit) mit. Das Unternehmen sprach von einem "tragischen Verlust". Es handle sich um den "ersten bekannt gewordenen Todesfall" bei einer Fahrt mit dem Autopiloten.

Der Unfall ereignete sich nach Unternehmensangaben, als ein Lastzug im rechten Winkel vor dem selbstfahrenden Auto des Tesla-Modells S die Straße kreuzte. Möglicherweise habe der Autopilot die weiß gestrichene Seite des Lkw nicht von dem taghellen Himmel dahinter unterscheiden können; die Bremsfunktion sei jedenfalls nicht ausgelöst worden.

Windschutzscheibe wurde eingedrückt

Der Tesla sei dann seitlich in den Lkw gefahren, wobei seine Windschutzscheibe eingedrückt worden sei. Hätte sich das selbstfahrende Auto von vorne oder von hinten dem Lkw genähert, hätte sein eingebautes "Unfallvorbeugungssystems wahrscheinlich ernstere Verletzungen verhindert", hieß es in der Erklärung des Unternehmens.

Der Hersteller betonte, dass Tesla-Fahrzeuge bislang schon mehr als 200 Millionen Kilometer auf Autopilot zurückgelegt hätten, ohne dass es zu einem tödlichen Unfall gekommen sei. Im Durchschnitt aller Fahrzeuge in den USA komme ein tödlicher Unfall auf 145 Millionen gefahrene Kilometer, im weltweiten Maßstab auf 95 Millionen Kilometer.

Fahrer kann System jederzeit übernehmen

Tesla betonte, dass die Prüfung der Verkehrssicherheitsbehörde zunächst nur vorläufigen Charakter habe. Ziel sei es festzustellen, ob das technische System planmäßig funktioniert habe. Ein Sprecher der Behörde teilte mit, es sei ein Team von Sonderermittlern an den Unfallort entsandt worden.

Tesla hat das Autopilot-System im vergangenen Jahr vorgestellt. Es lässt Autos automatisch die Spur wechseln, die Geschwindigkeit verändern und die Bremse auslösen. Das Selbstfahrsystem kann aber jederzeit vom Fahrer überstimmt werden. Die Fahrer müssten auch bei Autopilot-Fahrten jederzeit die Hände am Lenker halten und die Verantwortung für ihre Fahrten ausüben.

Tesla versucht derzeit, sich von einem Nischenanbieter für hochpreisige Elektroautos zu einem Hersteller für breitere Bevölkerungskreise zu entwickeln. Bis 2018 will der Konzern insgesamt 500.000 Autos pro Jahr bauen.

afp/RND

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