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Deutschland / Welt Total investiert Milliarden in iranische Erdgasförderung
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Total investiert Milliarden in iranische Erdgasförderung
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09:49 04.07.2017
Bei dem in Teheran unterzeichneten Vertrag geht es um die Ausbeutung des großen South-Pars-Gasfelds im Meer, das Iran sich mit Katar teilt. Quelle: AP
Teheran

Iran hat mit der französischen Total SA und einem chinesischen Ölunternehmen einen Vertrag über Erdgasförderung abgeschlossen. Der iranische Ölminister Bidschan Sanganeh sagte am Montag anlässlich der Unterzeichnung, die Vereinbarung werde zu ausländischen Investitionen von mehr als fünf Milliarden Dollar (4,4 Milliarden Euro) führen. Es ist Irans erste derartige Vereinbarung seit dem Atomabkommen von 2015.

Bei dem in Teheran unterzeichneten Vertrag geht es um die Ausbeutung eines Teils des großen South-Pars-Gasfelds im Meer, das Iran sich mit Katar teilt. Total bekommt einen Anteil von 50,1 Prozent an dem Projekt, die staatliche China National Petroleum Corp. 30 Prozent und die iranische Petropars 19,9 Prozent.

Vereinbart wurde der Bau von 20 Gasbohrlöchern, zwei Förderplattformen und Unterwasser-Pipelines, teilte Total mit. In einer zweiten Phase würden Offshore-Verdichterstationen gebaut. Die Kapazität werde zwei Milliarden Kubikfuß (57 Millionen Kubikmeter) Erdgas oder 400 000 Barrel Öläquivalent pro Tag betragen.

Die 20-jährige Laufzeit des Vertrags kommt einem Vertrauensvotum für den Iran gleich. Insbesondere nachdem Donald Trump gedroht hat, eine Neuverhandlung des Atomabkommens zu versuchen. Aus Angst vor US-Strafmaßnahmen wegen Sanktionen außerhalb des Abkommens schreckten europäische Großbanken davor zurück, Iran-Geschäfte zu finanzieren.

Laut Ölminister Bidschan Namdar Sanganeh gibt es aber beim Deal mit Total keinerlei Hindernisse. „Alle notwendigen Genehmigungen wurden eingeholt“, sagte der Minister. Er hofft, dass nach dem Total-Deal weitere Großprojekte mit anderen Ländern folgen. „Wir würden das begrüßen, auch mit den USA, aber die wollen ja selber nicht“, sagte Sanganeh.

Von RND/ap/dpa

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