Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt EZB verschärft ihren Kurs nicht weiter
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt EZB verschärft ihren Kurs nicht weiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:57 08.09.2016
Keine Änderung: Die EZB – hier Präsident Mario Draghi – dreht nicht weiter an der Zinsschraube. Quelle: dpa
Anzeige
Frankfurt

Der Leitzins, zu dem sich Geschäftsbanken frisches Zentralbankgeld besorgen können, bleibt auf dem Rekordtief von null Prozent, teilte die EZB nach ihrer Sitzung am Donnerstag mit. Parken Banken überschüssiges Geld bei der EZB, müssen sie dafür weiterhin 0,4 Prozent Strafzinsen zahlen.

Die seit März 2015 laufenden Käufe von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren will die EZB zunächst unverändert fortsetzen. 80 Milliarden Euro fließen derzeit monatlich, insgesamt sollen es 1,74 Billionen Euro werden. Gut eine Billion ist bereits investiert. Seit Juni stehen auch Unternehmensanleihen auf dem Einkaufszettel.

Das billige Geld soll die Konjunktur ankurbeln und die anhaltend niedrige Inflation wieder in Richtung der EZB-Zielmarke von knapp unter 2,0 Prozent befördern. Denn langfristig niedrige oder gar sinkende Preise gelten als Risiko für die Konjunktur: Unternehmen und Verbraucher könnten Investitionen aufschieben, weil sie erwarten, dass es noch billiger wird.

Im August lag die jährliche Teuerungsrate im Euroraum gerade einmal bei 0,2 Prozent. Daher hatten viele Volkswirte damit gerechnet, dass die Notenbank das Anleihenkaufprogramm nochmals verlängern wird. Allerdings erklärt sich die Mini-Inflation zum Großteil mit dem niedrigen Ölpreis. Dazu kommt: Die Wirtschaft verdaute den Brexit-Schock besser als erwartet. Am 23. Juni hatten sich die Briten mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass ihr Land die Europäische Union verlässt. Der genaue Austrittsprozess ist noch offen.

dpa

Mehr zum Thema

Die ganz großen Befürchtungen rund um den Brexit sind etwas abgeflaut, weil Großbritannien das Thema derzeit sorgsam vorbereitet. Doch wenigstens vorübergehend dürfte das EU-Ausstiegsvotum der Briten auch die deutsche Konjunktur etwas schwächen.

08.09.2016

Eine Billion Euro – das ist eine Zahl mit zwölf Nullen. In 50-Euro-Banknoten gerechnet könnte man mit dieser Summe 80 Olympia-Schwimmbecken von 50 Metern Länge und 25 Metern Breite füllen – aber nur, wenn man die Geldbündel wirklich dicht zusammenpackt.

Albrecht Scheuermann 05.09.2016

Noch bieten einige Banken ihre Girokonen gebührenfrei an. Das wird sich bald ändern, meint Sparkassen-Präsident Georg Fahrenschon: In einigen Jahren werde es nirgendwo mehr kostenlose Girokonten geben.

02.09.2016

Die ganz großen Befürchtungen rund um den Brexit sind etwas abgeflaut, weil Großbritannien das Thema derzeit sorgsam vorbereitet. Doch wenigstens vorübergehend dürfte das EU-Ausstiegsvotum der Briten auch die deutsche Konjunktur etwas schwächen.

08.09.2016

Volkswagen Nutzfahrzeuge hat am Donnerstag die neue Version des Crafters vorgestellt. Das Modell ist das erste des Großtransporters, das der von Krisen geschüttelte Konzern nicht in Zusammenarbeit mit Mercedes entwickelt. Der Absatz soll sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppeln.

19.09.2016

Liberty Media lässt sich den Erwerb der Formel 1 viel Geld kosten: Etwa acht Milliarden kostet der Deal, bei dem das Medienhaus aus den USA auch die Schulden der Formel 1 übernimmt. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone bleibt vorerst Geschäftsführer der Rennserie.

08.09.2016
Anzeige