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Trotz drittem Unfall: Tesla steht zu Autopilot

Fahrer sollen sich ändern Trotz drittem Unfall: Tesla steht zu Autopilot

Binnen weniger Wochen ist der dritte Unfall eines Teslas mit eingeschaltetem Autopilot bekanntgeworden. Ist die Technik noch nicht ausgereift? Der Elektroauto-Hersteller verneint  – und lässt sein Assistenzsystem an. Stattdessen sollen die Fahrer ihr Verhalten ändern.

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Blick ins Innenleben eines Tesla Model X mit Autopilot.

Quelle: dpa

Palo Alto. Tesla hat mitten in den Ermittlungen zum ersten tödlichen Crash mit seinem "Autopilot"-System einen weiteren Unfall mit dem Fahrtassistenten bestätigt. Ein Wagen sei am Wochenende bei eingeschalteter Selbstlenk-Funktion in der Nacht von einer Bergstraße abgekommen, erklärte Tesla am Mittwoch. Binnen weniger Wochen handelt es sich dabei um den dritten bekanntgewordenen Unfall eines Teslas mit eingeschaltetem Autopilot. 

Beim jügnsten Fall hatte laut Daten des Unternehmens der Fahrer die Hände über zwei Minuten lang nicht am Steuer. Das verstoße gegen die Nutzungsbedingungen, die bei jedem Einschalten der Funktion angezeigt würden. Tesla empfehle den Einsatz des Lenk-Assistenten vor allem auf Autobahnen.

Auch bei zweiten Unfall war Autopilot aktiv

Der Wagen war in einen Graben gefahren, wie schon am Wochenende aus einem Bericht in einem Online-Forum von Tesla-Besitzern hervorging. Dabei wurde die Frontpartie beschädigt und ein Rad sprang ab.

Teslas "Autopilot"-System wird von der US-Verkehrsbehörde NHTSA untersucht, nachdem Anfang Mai ein vom Computer gesteuerter Tesla-Wagen unter einen Lastwagen-Anhänger raste, der die Fahrbahn querte. Nach Tesla-Angaben hielt das System die weiße Seite des Anhängers für ein hochhängendes Autobahnschild.

Am Dienstag wurde bekannt, dass die NHTSA von Tesla ausführliche Informationen zum "Autopilot"-System inklusive aller Unfallberichte und der Log-Dateien des Unglücksautos anforderte.

Der Besitzer eines weiteren Tesla-Wagens, der am 1. Juli von der Straße abkam, sagte der Polizei ebenfalls, dass er mit eingeschalteter "Autopilot"-Funktion unterwegs gewesen sei.

Tesla: "Einiges passiert"

Tesla erklärte dazu zunächst, man habe nicht die Daten, um diese Behauptung zu verifizieren. Bisher wurde nicht bekannt, wie viele Unfälle mit "Autopilot" sich insgesamt seit der Einführung des Systems im vergangenen Oktober ereigneten.

Tesla erklärte dem "Wall Street Journal" vor einigen Tagen lediglich, es seien "einige" passiert. Tesla-Chef Elon Musk betonte ungeachtet der Ermittlungen, das "Autopilot"-System werde weiterhin aktiviert bleiben.

Den Fahrern solle in einem Blogeintrag aber besser erklärt werden, wie es funktioniere und wie sie sich dabei verhalten sollten, sagte Musk dem "Wall Street Journal" von Mittwoch.

"Viele Leute verstehen nicht, was es ist und wie man es einschaltet." Tesla habe das System so schnell wie möglich auf den Markt bringen wollen, "weil wir wussten, dass es unterm Strich Leben retten wird", erklärte der Tech-Milliardär.

dpa/RND/zys

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