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Tui-Großaktionär will noch größer werden

Alexej Mordaschow meldet Kaufabsichten an Tui-Großaktionär will noch größer werden

Tui-Großaktionär Alexej Mordaschow möchte offenbar seinen Einfluss beim Reisekonzern wieder ausbauen. Der russische Stahlunternehmer hat beim Bundeskartellamt Interesse an der Übernahme weiterer Anteile angemeldet.

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Tui-Großaktionär Alexej Mordaschow möchte seinen Einfluss beim Reisekonzern wieder ausbauen.

Quelle: dpa

Hannover . Aktuell hält Mordaschow knapp 13 Prozent der Anteile – in welcher Größenordnung der Investor sein Paket aufstocken wolle, sei nicht bekannt, sagte ein Tui-Sprecher am Montag. „Grundsätzlich würden wir es begrüßen, wenn Mordaschow weitere Aktien erwirbt.“

Der Milliardär war 2007 bei der Tui eingestiegen und hatte seine Anteile zwischenzeitlich auf mehr als 25 Prozent erhöht. Ob Mordaschow erneut eine Sperrminorität anstrebe, wisse man nicht, hieß es beim Konzern. Dem Vernehmen nach sucht das Management nach einem Anteilseigner, der dem Unternehmen Stabilität verleiht: Der größte Teil der Aktien ist breit gestreut.

Diese Rolle hatte Mordaschow schon einmal inne. Als der norwegische Investor John Fredriksen nach seinem Einstieg im Jahr 2009 versuchte, den Konzern mit Blick auf die Beteiligung an der Container-Reederei Hapag-Lloyd zu zerschlagen, hielt der Russe dagegen. Nur mit knapper Mehrheit gelang es, die Aufspaltung zu verhindern.

Mordaschow will gemeinsam mit der Tui den russischen Reisemarkt entwickeln. Der Investor hat in Hannover an Einfluss verloren, seit die Tui Ende 2014 mit ihrer britischen Tochter Tui Travel fusionierte. Der Zusammenschluss wurde im Rahmen einer Kapitalerhöhung vollzogen, bei der sich der Anteil Mordaschows nahezu halbierte.

Beim Bundeskartellamt hat sich der Russe über seine zypriotische Beteiligungsgesellschaft Unifirm Ltd. gemeldet. Wer an die Behörde herantrete, müsse noch keine konkreten Kaufpläne haben, hieß es in Bonn. Ein solcher Schritt könne auch rein vorsorglich geschehen. Auch wenn Mordaschow keine Sperrminorität anstrebe, könne eine solche Mitteilung sinnvoll sein: Anmeldepflichtig sei eine Beteiligung auch unterhalb der Schwelle von 25 Prozent – wenn daraus ein „wettbewerblich erheblicher Einfluss“ resultiere.

Das könnte zum Beispiel der Fall sein,  sobald ein Investor ein Viertel der durchschnittlich auf einer Hauptversammlung vertretenen Stimmen erwirbt. Damit bliebe ein Großaktionär zwar offiziell unterhalb der Sperrminorität, er könnte damit aber gleichwohl Entscheidungen von strategischem Gewicht verhindern, die seinen Interessen zuwiderlaufen. Bei der Tui-Hauptversammlung waren zuletzt nur knapp 60 Prozent des Grundkapitals vertreten – Mordaschow würde also schon bei geringen Zukäufen in diese Größenordnung vorstoßen. Laut Aktienrecht müsste er melden, wenn er die Schwelle von 15 Prozent der Anteile überschreitet, die nächste Schwelle läge dann bei 25 Prozent.

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