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Tui setzt ganz auf Spanien

Urlaub Tui setzt ganz auf Spanien

Das Hotelangebot der Tui im westlichen Mittelmeer wird ausgebaut: Auf den Kanarischen Inseln steigt die Zahl der buchbaren Hotels in der nächsten Sommersaison um ein Fünftel, auf Kreta, Rhodos und Kos wachsen die Kapazitäten sogar um 40 Prozent. Die Preise steigen moderat.

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Entspannung am Meer und eine schöne Aussicht: So wünscht man sich den Urlaub. Der Veranstalter Tui bietet verstärkt Reisen auf die Kanarischen Inseln, nach Kreta oder Rhodos, an.

Quelle: Julian Stratenschulte

Hannover. Als Reaktion auf die politisch unstabile Lage im östlichen Mittelmeer baut die Tui ihr Angebot in Spanien, Italien und Griechenland kräftig aus. Auf den Kanarischen Inseln steigt die Zahl der buchbaren Hotels in der nächsten Sommersaison um ein Fünftel, auf Kreta, Rhodos und Kos wachsen die Kapazitäten sogar um 40 Prozent. In Italien nimmt die Tui rund 1000 neue Hotels ins Programm. „Wir haben den Anspruch, den Kunden die größte und beste Vielfalt im Markt anzubieten“, erklärte der Chef des Reiseveranstalters Tui Deutschland, Sebastian Ebel, bei der Katalogvorstellung in Las Palmas.

Der hannoversche Reiseveranstalter hat vor einem Jahr den Schalter umgelegt und baut seither sein Hotelangebot stetig aus. Dieser Strategieschwenk soll die Tui wieder auf Wachstumskurs bringen. Der Versuch, die Kunden durch ein eingeschränktes Produktportfolio verstärkt in die hochpreisigen, konzerneigenen Herbergen zu locken, hatte zuvor nicht den gewünschten Erfolg. Im Gegenteil: Tui Deutschland verlor Marktanteile. Dieser Trend habe sich mittlerweile jedoch umgekehrt, hieß es. Man lege auf Kosten der Konkurrenz zu.

Die Ziele sind ambitioniert: Bis zum Jahr 2020 will das Unternehmen seinen Marktanteil auf 25 Prozent steigern, das operative Ergebnis auf 200 Millionen Euro erhöhen und die Weiterempfehlungsrate bei den Kunden ebenfalls nach oben treiben. Tui Deutschland steht konzernintern unter Druck, weil die Reiseveranstalter in Großbritannien und Skandinavien deutlich mehr verdienen als ihre Kollegen in Hannover, die auch für Zentraleuropa zuständig sind.

Im vergangenen Sommer verzeichnete Tui Deutschland auf den Kanaren ein Umsatzwachstum von 30 Prozent. Da auch das spanische Festland und die Balearen kräftig zulegten, konnte Spanien seinen Platz als klare Nummer eins unter den Reisezielen weiter ausbauen. Die Türkei rutschte nach dem Putschversuch und mehreren Terroranschlägen hinter Griechenland auf Platz drei. Auf der Fernstrecke gab es mehr Reisen nach Mauritius, Südafrika und Mexiko. Im laufenden Wintergeschäft zeige sich ein ähnliches Bild, hieß es.

Die hohe Nachfrage schlägt sich auch in den Preisen nieder. Auf den Kanaren wird der Urlaub für Tui-Kunden um 1,5 Prozent teurer, auf dem spanischen Festland um 2 Prozent und auf den Balearen um 3 Prozent. Wer eine Griechenland-Reise bucht, muss mit einem Preisanstieg um ein Prozent rechnen. Billiger werde es dagegen in der Türkei mit einem Abschlag von durchschnittlich 5 Prozent. Auch in Ägypten und Tunesien sollen die Preise sinken.

Entlastung für die Luftfahrt

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will die Gebühren für Flugsicherung im kommenden Jahr um 213 Millionen Euro senken. „Die Branche steht in einem harten internationalen Wettbewerb und unter wachsendem Kostendruck“, sagte Dobrindt der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Das Ziel sei, die Luftfahrtunternehmen zu stärken und ihnen Spielräume zu verschaffen für Investitionen und die Sicherung der Beschäftigung. Dem Vernehmen nach will der Bund Teile der Flugsicherungsgebühren in Höhe von 111 Millionen Euro übernehmen. Darüber hinaus werde das Eigenkapital der Deutschen Flugsicherung um 102 Millionen aufgestockt. Dies solle ebenfalls zu einer Verringerung der Gebühren führen, hieß es. Die Flugsicherungsgebühren zahlen die Fluggesellschaften dafür, dass die Lotsen der Flugsicherung für einen reibungslosen Ablauf bei An- und Abflügen sorgen.

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