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Tui will mehr junge Kunden gewinnen

Reiseveranstalter Tui will mehr junge Kunden gewinnen

Tui setzt im kommenden Sommer vor allem auf Familien und jüngere Urlauber zwischen Mitte 20 und Mitte 30. Nicht zuletzt durch neue Technik sollen sie ins Reisebüro gelockt werden.

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Tui will neue Reiseangebote für jüngere Kunden auflegen.

Quelle: dpa

Hannover. Der Reiseveranstalter Tui Deutschland will mehr jüngere Urlauber gewinnen. „Der typische Tui-Kunde kommt mit Anfang 40 zu uns, wenn das erste Kind zwei bis drei Jahre alt ist“, sagte Geschäftsführer Marek Andryszak am Freitag bei der Vorstellung des Sommerprogramms 2018. Um für jüngere Kunden attraktiver zu werden, werde die Tui neue Reiseangebote auflegen und in den sozialen Netzwerken noch aktiver werden.

Im Zentrum der Ansprache dieser Kundengruppe soll das Smartphone stehen. „Um auch junge Leute in die Reisebüros zu holen, starten wir an der Schnittstelle zwischen On- und Offline neue Ansätze“, sagte Andryszak. Im Rahmen eines Pilotprojekts hat die Tui Nutzern bestimmter Apps, die im Umkreis von 500 Metern zu einem Reisebüro unterwegs waren, spezielle Angebote aufs Smartphone geschickt – inklusive einer Navigation zur Filiale. Der Erfolg habe die eigenen Erwartungen übertroffen, sagte Andryszak: „Da liegt das Geld auf der Straße.“

Tui will Marktanteil von 25 Prozent

Die Tui hat sich zum Ziel gesetzt, ihren Marktanteil in Deutschland auf 25 Prozent zu steigern. Dieser Quote kommt der Veranstalter immer näher – nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung liegt die Tui aktuell bei 23,3 Prozent und damit einen Prozentpunkt höher als im Vorjahr. „Trotz Hurrikan Irma und der Air-Berlin-Insolvenz sind wir sehr gut durch den Sommer gekommen“, sagte Andryszak.

Für den Winter und die nächste Sommersaison rechnet das Management mit weiteren Zuwächsen – vor allem in Nordafrika und im östlichen Mittelmeer. Griechenland hat in diesem Jahr mit 19 Prozent das größte Wachstum verzeichnet, Ägypten und Tunesien holten immer stärker auf, hieß es.

Auch die Kanarischen Inseln lagen mit 10 Prozent im Plus, auf den Balearen hingegen verzeichnete der Veranstalter ein leichtes Minus – hier hätten sich die deutlich gestiegenen Hotelpreise negativ bemerkbar gemacht, hieß es. Auf der Fernstrecke konnte Jamaika deutlich zulegen. „Die funktionierende Koalition aus Tui, Riu-Hotels und Eurowings-Flügen ist eine echte Alternative für deutsche Urlauber“, sagte Andryszak.

Früherer Tui-Manager wechselt zu Easyjet

Der britische Billigflieger Easyjet hat für die scheidende Unternehmenschefin Carolyn McCall Ersatz gefunden. Der ehemalige Tui-Manager Johan Lundgren werde im Dezember den Chefsessel übernehmen, teilte Easyjet am Freitag in Luton bei London mit. Der Schwede wurde zwischenzeitlich als möglicher Nachfolger des langjährigen Tui-Chefs Michael Frenzel gehandelt. Als die Wahl auf Friedrich Joussen fiel, war für ihn bald kein Platz mehr. McCall werde noch bis Jahresende für den Übergang bei Easyjet bleiben, hieß es. Der Ryanair-Konkurrent hatte seine Chefin an den TV-Sender ITV verloren. 

Easyjet baut seine Präsenz in Deutschland derzeit kräftig aus. Die Fluggesellschaft übernimmt bis zu 25 Flugzeuge der insolventen Air Berlin am Flughafen Tegel. Das Unternehmen will von Januar bis September 2018 schrittweise 1003 Beschäftigte einstellen und sie nach und nach ausbilden.

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