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Tuifly sagt für Freitag alle Flüge ab

Krankmeldungen Tuifly sagt für Freitag alle Flüge ab

Tuifly stellt für Freitag den Flugbetrieb ein und hat alle 108 Flüge abgesagt. Davon sind 54 Flüge von Deutschland und 54 Rückflüge aus den Urlaubszielen betroffen. Um Urlauber aus Feriengebieten nach Deutschland zu bringen, chartert TUI Flugzeuge anderer Gesellschaften.

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Tuifly streicht alle Flüge am Freitag

Nichts geht mehr: Tuifly hat für Freitag alle Flüge gestrichen.

Quelle: dpa

Hannover. Entschädigungszahlungen für die Reisenden werde es nicht geben, ließ die Tui außerdem wissen. Es handele sich um „höhere Gewalt“. Um Urlauber zurück nach Hause zu bringen, habe man erneut Flugzeuge anderer Airlines gechartert. „Auch in den kommenden Tagen kann es zu weiteren Flugstreichungen kommen“, hieß es. „Die extrem kurzfristigen Krankmeldungen machen es Tui unmöglich, frühzeitiger zu informieren und alternative Reisemöglichkeiten anzubieten.“

Bereits am Donnerstag musste die Airline von 110 geplanten Flügen 47 ersatzlos streichen. Auch der Partner Air Berlin wurde davon in Mitleidenschaft gezogen: Tuifly habe am Donnerstag für keinen der vorgesehenen 90 Flüge absolviert, sagte ein Unternehmenssprecher. Das sei eine „schwierige, dramatische Situation – vor allem für unsere Fluggäste“. Nach HAZ-Informationen haben sich bei Tuifly inzwischen rund 300 Piloten und Kabinenmitarbeiter krank gemeldet – das entspricht mehr als einem Fünftel des fliegenden Personals. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben inzwischen 18 zusätzliche Maschinen bei anderen Gesellschaften gechartert, um die Lücken im Flugplan zu füllen. Selbst wenn alle Crews ihren Dienst wieder aufnähmen, würde es Tage dauern, bis wieder ein normaler Flugbetrieb möglich wäre.

Mitarbeiter von Tuifly und ihre Angehörigen haben am Mittwochnachmittag vor der Konzernzentrale gegen die Umbaupläne für den Ferienflieger des weltgrößten Reisekonzerns Tui demonstriert. 

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Als Grund für die Krankschreibungsfälle gelten Pläne, die Chartergeselllschaft aus dem Tui-Konzern auszugliedern und in einem Verbund mit der arabischen Airline Etihad aufgehen zu lassen. Die Mitarbeiter fürchten um ihre Jobs und wollen schlechtere Tarifbedingungen verhindern. Nachdem sich selbst viele Passagiere zunächst solidarisch erklärten, kippte gestern die Stimmung in den Foren im Internet: „Liebe Tuifly, ich erwarte von Ihnen, dass Sie die Krankmeldungen amtsärztlich überprüfen lassen und den Simulanten fristlos kündigen“, schrieb ein verärgerter Urlauber bei Facebook.

sbü/jen/jk

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Flugausfälle bei Tuifly
Foto: Fast die Hälfte seiner Flüge musste Tuifly am Donnerstag wegen zahlreicher Crew-Krankmeldugen streichen.

Bei Tuifly haben sich zahlreiche Piloten und Flugbegleiter krank gemeldet. Der Arbeitgeber könnte das als wilden Streik gegen den geplanten Unternehmensumbau auffassen. Nur beweisen lässt sich das kaum. Und auch tun kann das Unternehmen dagegen kaum etwas.

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