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US-Kunden greifen bei VW-Angebot zu

Diesel-Skandal US-Kunden greifen bei VW-Angebot zu

Volkswagens im Abgas-Skandal mit US-Zivilklägern ausgehandelter Vergleich kommt bei den geschädigten Kunden gut an. Über 339.000 Dieselbesitzer in den USA hätten sich bereits registriert, um das Entschädigungsangebot des Konzerns anzunehmen, sagte VW-Anwalt Robert Giuffra am Dienstag bei einer Gerichtsanhörung in San Francisco.

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VW-Händler und Kunden in den USA erhalten Entschädigungen - wenn Richter Charles Breyer zustimmt.

Quelle: Adam Glanzman/dpa

San Francisco. Die Ablehnungsquote liege bei weniger als einem Prozent.

Insgesamt geht es um rund 475 000 VW-Dieselwagen mit 2,0-Liter-Motoren, die mit einer Betrugs-Software zum Austricksen von Abgastests ausgerüstet wurden. VW bemüht sich beim zuständigen Richter Charles Breyer um dessen finale Zustimmung zu dem Vergleich, mit dem der Rechtsstreit um die Wagen mit 2,0-Liter-Motoren beigelegt werden soll. Breyer will seine Entscheidung nach der Anhörung treffen. Er wollte sie entweder direkt im Anschluss oder innerhalb der nächsten Tage bekanntgeben. Der Richter hatte das Entschädigungsangebot des Konzern bereits vor Monaten als fair und angemessen eingestuft.

VW hatte sich mit geschädigten Kunden sowie US-Behörden auf eine Vergleichszahlung von bis zu 14,7 Milliarden Dollar (13,4 Milliarden Euro) verständigt. Später erhöhte sich die Summe durch Einigungen mit Staatsanwälten und Autohändlern auf 16,5 Milliarden Dollar. Bei etwa 85 000 Autos mit 3,0-Liter-Antrieb, ringt man weiter mit US-Behörden um eine Lösung.

Kritik an Sammelklagen: MAN-Betriebsratschef Saki Stimoniaris hat den Ruf nach Sammelklagen in Deutschland kritisiert. „Verbraucherschutz klingt immer gut, aber Politiker müssen sich auch fragen, wen sie mit solchen Plänen ans Messer liefern“, sagte Stimoniaris, der auch Mitglied im VW-Konzernbetriebsrat ist. Die Risiken für Hunderttausende Jobs seien mindestens so hoch zu bewerten wie die Belange von Verbrauchern. Die Autoindustrie zahle anständige Gehälter für Menschen mit ganz unterschiedlichen Qualifikationen. „Sammelklagen gegen große Arbeitgeber gefährden diesen sozialen Kitt für unsere Gesellschaft“, warnte der Betriebsrat am Dienstag in München. Die Bundesregierung will im Zuge der VW-Abgasaffäre die Klagerechte von Verbrauchern gegenüber Unternehmen stärken. Allerdings wird dem Bundesverkehrsministerium vorgeworfen, die Einführung der sogenannten Musterfeststellungsklagen zu verzögern.

Dienstleister in Not: Viele Lieferanten und Dienstleister im Umfeld des Wolfsburger VW-Stammwerkes haben auch noch ein Jahr nach Beginn des Abgas-Skandals mit Kurzarbeit zu kämpfen. Im August 2016 meldeten im Bezirk der zuständigen Arbeitsagentur Helmstedt 16 Betriebe für 199 Personen Kurzarbeit an. Das teilte die Behörde auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Vor allem VW-Partner bei Ingenieursdienstleistern machten zuletzt diese Gruppe aus. Zum Vergleich: Im August 2015 hatte kein einziger Betrieb Kurzarbeit angemeldet, im September 2015 lag die Zahl bei unter drei Firmen.

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