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„Deutschland ist Fels in der Brandung“

Unternehmen zuversichtlich trotz Turbulenzen „Deutschland ist Fels in der Brandung“

Trotz der Turbulenzen an den Börsen sind die Unternehmen zuversichtlich / Ausfuhren deutlich gestiegen

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Im Container in die ganze Welt: Der Export treibt das deutsche Bruttoinlandsprodukt nach oben.

Quelle: dpa

München/Wiesbaden . Die deutsche Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs. Überraschend legte der Ifo-Geschäftsklimaindex im August leicht von 108 auf 108,3 Punkte zu. Trotz der Turbulenzen an den Börsen und der Wachstumsschwäche in China bewerteten die rund 7000 befragten Firmen ihre aktuelle Lage im Schnitt deutlich besser als im Vormonat.

Während viele Konjunkturexperten einen Rückgang erwartet hatten, strotzen die Unternehmen in Deutschland also vor Zuversicht. „Die deutsche Wirtschaft bleibt ein Fels in der weltwirtschaftlichen Brandung“, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn am Dienstag in München. Auch die Erwartungen für die kommenden sechs Monate fielen nur geringfügig schlechter aus als im Juli.

Leitzinssenkung treibt Börsen an

Dax wieder über 10 000 Punkten: Eine überraschende Leitzinssenkung in China hat die Börsen nach dem jüngsten Crash beflügelt. Der deutsche Leitindex Dax kletterte am Dienstag wieder über die Marke von 10 000 Punkten und legte um gut 5 Prozent zu. Am Vortag war das Börsenbarometer zeitweise um 7 Prozent in die Tiefe gerauscht. Auch an den anderen Aktienmärkten ging es wieder aufwärts. Für Chinas Börsen kam die Ankündigung der Notenbank nach Handelsschluss dagegen zu spät. Um die Konjunktur zu beleben und die Aktienmärkte zu stabilisieren, senkte die chinesische Notenbank den Leitzins und die Anforderungen für die Mindestreserven der Banken. Die fünfte Zinssenkung in neun Monaten demonstrierte, wie ernst die Zentralbank die Lage einschätzt. Zuvor waren die Kurse in China erneut in die Tiefe gerauscht und zogen auch die Börsen in Tokio weiter nach unten. Analysten begründeten dies vor allem damit, dass die chinesische Regierung ihre Stützungskäufe auf Eis gelegt habe.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) gab sich überzeugt, dass der Absturz der Börsen in China und weltweit den deutschen Aufschwung nicht gefährden wird. Zwar seien die Sorgen berechtigt, sagte Gabriel am Dienstag: „Trotzdem können sie nicht dazu beitragen, die deutsche Entwicklung zu beeinträchtigen.“ Schließlich gingen nur 8 Prozent der deutschen Exporte in die Volksrepublik, dagegen über 40 Prozent nach Europa. „Chinas Wirtschaft ist für Deutschland weniger wichtig, als viele Menschen glauben“, sekundiert Unicredit-Ökonom Andreas Rees.

Schon im Frühjahr konnte die deutsche Wirtschaft ihr Wachstum beschleunigen. Getrieben vom starken Außenhandel kletterte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Vierteljahr im Vergleich zum Vorquartal um 0,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Zu Jahresbeginn war der Anstieg mit 0,3 Prozent etwas moderater ausgefallen.

Die Exportnation Deutschland profitiert vom schwachen Euro. Das macht Waren „Made in Germany“ außerhalb der Euro-Zone günstiger. Nach den vorläufigen Berechnungen kletterten die Ausfuhren gegenüber dem Auftaktquartal um 2,2 Prozent, während die Einfuhren nur um 0,8 Prozent stiegen. „Dadurch war der Außenbeitrag mit einem Beitrag von plus 0,7 Prozentpunkten der größte Wachstumsmotor für das BIP im Berichtszeitraum“, so die Statistiker.

Hingegen blieben erstmals seit Längerem kräftige Impulse aus dem Inland aus: Die privaten Haushalte steigerten ihre Konsumausgaben nur um 0,2 Prozent, der Staat um 0,3 Prozent. Die Anlageinvestitionen sanken im Quartalsvergleich sogar um 0,4 Prozent. Insgesamt bremste das Inland den Aufschwung.

Von Harald Schmidt und Daniela Wiegmann

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