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VW-Anwalt will US-Kunden mit Rücknahme ködern

Nach Abgas-Affäre VW-Anwalt will US-Kunden mit Rücknahme ködern

Der Star-Anwalt Kenneth Feinberg will die drohenden Schadensersatz-Ansprüche gegen Volkswagen in den USA wegen der Abgas-Affäre möglichst gering halten und rasch abwickeln. Er sehe gute Chancen auf eine Einigung mit VW-Kunden außerhalb eines langwierigen Gerichtsverfahrens, sagte Feinberg dem „Handelsblatt“.

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Quelle: dpa

Herndon . „Wenn mein Programm so wie geplant funktioniert, dann wird der Prozess viel schneller, effizienter und kostengünstiger sein und die Unsicherheiten beseitigen.“

In den Vereinigten Staaten hatte der Skandal um geschönte Test-Messwerte von Stickoxid-Abgasen begonnen. Volkswagen bereitet dort einen Rückruf von Fahrzeugen mit manipulierter Motorsoftware vor. Dem Konzern drohen Klagen mit Forderungen in mehrstelliger Millionenhöhe. In Deutschland startet die Rückrufaktion Ende Januar. Wie viel sein Programm VW kosten wird, konnte Feinberg noch nicht sagen. Von einer Obergrenze sei bisher jedenfalls nicht die Rede gewesen, sagte er.

Kunden, die sich auf sein Programm einließen, müssten ihren Verzicht auf den üblichen Rechtsweg in den USA erklären: „Sie können ihn (den Konzern) vor Gericht verklagen – oder eine attraktive Alternative wählen und damit ihr Recht aufgeben, das Unternehmen zu verklagen.“ Diese Alternative könne „finanzielle Vergütungen“ oder die Inzahlungnahme betroffener Autos umfassen.

Feinberg gilt als Experte für große Entschädigungsfälle. Er hatte unter anderem die Regelungen für die Opfer der Terrorattacken vom 11. September 2001, für die Betroffenen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko nach einer Explosion auf der BP-Plattform „Deepwater Horizon“ und die Umstände eines Rückrufs bei General Motors ausgearbeitet. Volkswagens US-Chef Michael Horn setzt große Erwartungen in den Juristen. „Seine große Erfahrung im Umgang mit solch komplexen Dingen wird uns dabei helfen, nach vorne zu schreiten und die Dinge im Sinne unserer Kunden zu richten.“

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Nach VW-Abgas-Skandal
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Die VW-Beschäftigten suchen nach dem VW-Abgasskandal Rat und Beistand. Das gewaltige finanzielle Ausmaß des Schadens und die Angst vor den langfristigen Auswirkungen auf den Absatz hat die fast 70.000 Beschäftigten am Standort auch zutiefst verunsichert.

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