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Deutschland / Welt VW-Manager Oliver S. bleibt in Haft
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt VW-Manager Oliver S. bleibt in Haft
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18:27 16.03.2017
Oliver S.: Der VW-Manager bleibt in den USA in Haft. Quelle: Archiv/WAZ
Detroit

Der Prozessbeginn wird von April um mehr als ein halbes Jahr auf Januar 2018 verschoben. Einem entsprechenden Antrag der Verteidigung gab der Richter statt, heißt es in der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung.

Seine Verteidiger hatten zuletzt großen Aufwand betrieben, um den Richter vom Kautionsantrag zu überzeugen. Sein Mandant sei unschuldig, es gebe keine Beweise gegen ihn, bekräftigte Anwalt David DuMouchel am Donnerstag vor Gericht. Es gehe nicht darum, ihm die Flucht nach Deutschland zu ermöglichen, sondern die Chance zur Prozessvorbereitung in den USA. Der Richter folgte jedoch der Argumentation der Kläger, wonach die Gefahr bestehe, dass der VW-Manager sich nach Deutschland absetze, von wo ihm keine Auslieferung drohe. Empfehlungsschreiben von Familie und Freunden sowie finanzielle Sicherheiten über 1,6 Millionen Dollar, die der Angeklagte und Angehörige zu hinterlegen bereit waren, überzeugten Cox nicht.

Oliver S. wird beschuldigt, Teil einer Verschwörung zum Betrug und Verstoß gegen Umweltgesetze gewesen zu sein. Der VW-Manager wird insbesondere der Versuch vorgeworfen, Abgas-Manipulationen zu vertuschen und Ermittler in die Irre zu führen. Er ist einer von sechs amtierenden und ehemaligen Führungskräften, die die US-Justiz im Zusammenhang mit der Dieselaffäre strafrechtlich belangen will. S. war am 7. Januar auf der Rückreise aus Florida von der US-Bundespolizei FBI am Flughafen von Miami abgefangen worden und ist seitdem in Haft.

Von RND/WAZ/red/dpa

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