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„Arroganz gehört der Vergangenheit an“

VW-Markenchef „Arroganz gehört der Vergangenheit an“

Volkswagen nimmt für die Zeit nach dem Umbau der Kernmarke ambitionierte Ziele in den Blick. „Wir wollen den Wandel nutzen und Volkswagen entschlossen an die Spitze der neuen Automobilindustrie führen“, kündigte VW-Markenchef Herbert Diess am Dienstag bei der Vorstellung seiner Strategie für die kommende Dekade an.

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Wolfsburg. Ziel sei die Weltmarktführerschaft bei E-Autos 2025 und der Spitzenplatz im Bereich der Automobilität insgesamt im Jahr 2030. „Wir wollen den Volkswagen für das neue automobile Zeitalter bauen - smart, elektrisch, vernetzt“, so Diess. Dabei müsse die Marke „zugänglicher und sympathischer“ werden. „Arroganz gehört der Vergangenheit an.“ Nicht mehr Technik und Produkte, sondern die Kundensicht solle stärker in den Mittelpunkt rücken. Am Wochenende hatte VW-Chef Matthias Müller mit Aussagen irritiert, die Kunden würden E-Autos nicht genügend nachfragen und sich „paradox“ verhalten.

Die nun vorgestellte Elektro-Offensive wird die Marke erst in vier Jahren starten. Zuvor soll VW entschlackt und auf Profitabilität getrimmt werden, um die Investitionen für neue Antriebe und vernetzte Fahrzeuge finanzieren zu können. Dazu dient vor allem der in der vergangenen Woche zwischen Management und Betriebsrat geschlossene Zukunftspakt, der den sozialverträglichen Abbau von weltweit 30 000 Stellen vorsieht.

Auch bei den Produkten will Diess sparen. Diverse Modelle und Plattformen sollen wegfallen. Neue Autogenerationen werden allein auf der Basis des bereits heute bestehenden Baukastenmodells entstehen. Ausbauen will Diess dagegen die Vielfalt an Geländefahrzeugen - sogenannte SUVs. Ihr Anteil am Gesamtabsatz soll sich bis 2020 auf mehr als 30 Prozent verdoppeln. Mit den Modellen will der frühere BMW-Manager auch verlorenes Terrain in Nord- und Südamerika zurückgewinnen - und zurück in die schwarzen Zahlen kommen.

Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für neue E-Autos und die Vernetzung der Fahrzeuge. Dazu sei der Zukunftspakt „ein ganz zentraler Baustein“, so Diess. Die Vereinbarung sieht unter anderem vor, die Entwicklungs- und Produktionszentralen für Elektromobilität und Digitalisierung in Niedersachsen anzusiedeln. 2025 soll die Marke VW eine Million E-Autos verkaufen und ihren Kohlendioxid-Ausstoß über die gesamte Flotte um 25 Prozent gegenüber heute verringern.

Bis dahin wollen die Wolfsburger auch die größte digitale Plattform in der Autoindustrie aufgebaut haben. Sie soll wiederum als Grundlage für alle Dienstleistungen rund um automobile Mobilität dienen, wo VW bis 2030 nicht nur die direkte Konkurrenz, sondern auch die Apples, Googles oder Ubers dieser Welt hinter sich lassen will. Dafür müsse es auch noch weitere Veränderungen geben: „Unsere Mannschaft soll internationaler, weiblicher und vielfältiger werden“, sagte Diess.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte gestern im Landtag, durch den Sanierungskurs des Unternehmens würden in Niedersachsen bis zu 17 500 Stellen abgebaut: „Der Verlust von Industriearbeitsplätzen in einem solchen Ausmaß ist eine sehr bittere Pille, da gibt es nichts zu beschönigen.“ Gleichzeitig würden aber vor allem am Standort Wolfsburg 7500 Jobs im Bereich Elektromobilität neu aufgebaut. Zudem müsse der Konzern profitabler werden, so Weil, deshalb unterstütze er den Zukunftspakt. „Bei allem Bedauern erkennt die Landesregierung an, dass dieser Kurs notwendig ist.“ Der Umbauprozess stelle auch die Zulieferer­industrie vor Probleme. Mit ihr werde das Land das Gespräch suchen.

Der neue Weg für VWSeite 11

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