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Weckruf vor dem Sommerurlaub

Betriebsversammlung bei VW Weckruf vor dem Sommerurlaub

Die VW-Mitarbeiter können sich auf einen heißen Herbst einstellen: „Wir müssen die Ärmel hochkrempeln, um unsere Ziele zu erreichen“, sagte Betriebsratschef Bernd Osterloh auf einer kurzfristig einberufenen Betriebsversammlung in Wolfsburg.

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Viele weiße Hemden zwischen den Overalls: Die Angestellten waren in der Wolfsburger Betriebsversammlung  stärker vertreten als sonst.

Quelle: Vw Konzern-Betriebsrat

Wolfsburg. Vorstandschef Martin Winterkorn forderte: „Kurzfristig brauchen wir dringend mehr Effizienz und mehr Ergebnis“, um langfristig in neue Geschäfte und Technologien investieren zu können. Winterkorn hatte schon vor dem Management einschneidende Veränderungen angekündigt und für die nächsten Jahre Kostensenkungen von 5 Milliarden Euro gefordert.

Damit löste er offenbar einige Unruhe im Unternehmen aus: Nach Betriebsratsangaben versammelten sich gestern über 20 000 Menschen in der Wolfsburger Halle 11 - einige Tausend mehr als sonst bei Betriebsversammlungen. Osterloh schickte seine Kollegen mit dem Versprechen in die Sommerferien, dass der Betriebsrat keine Maßnahmen zu Lasten der Beschäftigten zulassen werde. „Das wird kein Spaziergang“, warnte er und kündigte an, „dass es an dem einen oder anderen Punkt richtig krachen wird“. Insgesamt stellte er sich aber ausdrücklich hinter Winterkorns Ziel, die Rendite zu steigern. „Wir müssen uns auf das konzentrieren, was gute Erträge bringt“, sagte Osterloh.

Der Konzern hat sich für 2018 eine Umsatzrendite von 8 Prozent zum Ziel gesetzt und ist schon recht nah dran, die wichtigste Marke VW Pkw soll 6 Prozent schaffen - erreicht aber im Moment nur knapp ein Drittel davon. Finanzielle Stärke sei die Voraussetzung, um die Strategie „Future Tracks“, die gerade entwickelt wird, umzusetzen, sagte Winterkorn: „Wenn wir über die langfristige Zukunft unserer Branche und Marke sprechen, müssen wir zunächst und vor allem die bestehenden Probleme in den Griff bekommen.“

Die Autobranche steht vor einem großen Umbruch vor allem durch Elektromobilität, Vernetzung der Fahrzeuge und veränderte Kundenbedürfnisse. So sammeln auch andere Hersteller trotz gut laufender Geschäfte jetzt ihre Kräfte. Daimler-Chef Dieter Zetsche kündigte gestern an, dass die gestarteten Effizienzprogramme „strukturell abgesichert und konsequent ausgebaut“ werden sollen. Die bisherigen Maßnahmen sollen die Kosten bis Ende des Jahres um insgesamt 4 Milliarden Euro drücken - voll wirksam ab 2015. Bei BMW wurde zwar kein eigenes Programm aufgelegt, auch dort soll aber der Kostenanstieg um „einige Hundert Millionen Euro jährlich“ gedämpft werden, hieß es zuletzt. So wollen die Bayern, ähnlich wie VW, Forschung und Entwicklung effizienter machen.

In Wolfsburg wird man nach Osterlohs Worten „in den kommenden Wochen“ über die nötigen Maßnahmen reden. „Aus unserer Sicht steht das Thema Komplexität ganz oben auf der Tagesordnung.“ Die Konzernmarken leisteten sich zu viele Alleingänge in der Modellpolitik und zu viel technische Vielfalt. Osterloh forderte „klare Verantwortlichkeiten für Märkte und Regionen“ und kritisierte damit indirekt Winterkorns zentralistische Führung. Die Produktion sei teilweise schlecht geplant, für höhere Produktivität müsse das Management sorgen - „durch funktionierende Anlagen“.

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VW-Chef Martin Winterkorn.

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