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VW bleibt in der Spur
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Halbjahresbericht von Volkswagen VW bleibt in der Spur

Trotz eines Gewinneinbruchs in den ersten sechs Monaten bleibt VW bei seiner Prognose für dieses Jahr: Der operative Gewinn soll auf dem gleichen Niveau liegen wie 2012.

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„Dem intensiven Wettbewerb können wir uns nicht vollständig entziehen“: VW verkauft weltweit mehr Autos, der Gewinn hat sich jedoch halbiert.

Quelle: Volkswagen

Wolfsburg. Das beruhigte die Anleger, nachdem der Konzern die Eckdaten überraschend schon am Dienstag Abend veröffentlicht hatte. Der Kurs der Aktie stieg nachbörslich. Den vollständigen Halbjahresbericht will VW heute veröffentlichen.

Beim Gewinn rennt VW den Vorjahreszahlen allerdings weit hinterher. Das hat sich seit Jahresbeginn nicht geändert, sodass der Konzern im ersten Halbjahr nur gut halb so viel verdiente wie ein Jahr zuvor. Der Nettogewinn rutschte um 45 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. Das liegt nicht nur daran, dass 2012 Sondereffekte den Gewinn aufgebläht hatten, die in diesem Jahr wegfallen. Auch das operative Ergebnis, wo solche Effekte herausgerechnet werden, schrumpfte spürbar: 5,8 Milliarden Euro im Halbjahr bedeuten einen Rückgang von 11,6 Prozent.
Diese Lücke muss der Konzern bis zum Jahresende noch schließen, wenn er sein wichtigstes Versprechen für 2013 halten will. VW scheint dabei allerdings auf gutem Weg zu sein – zum Ende des ersten Quartals war der operative Gewinn noch deutlich weiter vom Vorjahreswert entfernt.

Besonders zwei Baustellen haben Löcher beim Gewinn gerissen. Zum einen gebe es „Vorsorge im Bereich Pkw“. Dahinter dürfte sich die teure Rückrufaktion wegen defekter DSG-Getriebe in China verbergen. Die Kosten werden auf einen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt. Ebenfalls in dieser Größenordnung liegen die Kosten eines schiefgelaufenen Kraftwerksprojekts von MAN in Südamerika. Dennoch gilt auch für den Bereich Nutzfahrzeuge/Power Engineering die Ansage der Konzernzentrale: Im Gesamtjahr soll der operative Gewinn auf Vorjahresniveau liegen. Das Ziel sollen auch die Financial Services erreichen, denen das aber deutlich leichter fallen dürfte.

Bei der zweiten Voraussage – Steigerung des Konzernumsatzes – ist VW zurzeit auf Kurs. Zwar schrumpften die Verkäufe in Deutschland, aber vor allem dank der Nachfrage in China wurden insgesamt 4,8 Millionen Autos verkauft, 5,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Entsprechend stieg der Umsatz, allerdings schwächer als die Stückzahl: 98,7 Milliarden Euro bedeuten ein Plus von 3,5 Prozent. Im ersten Quartal hatte es noch einen leichten Rückgang beim Umsatz gegeben.

Absatz, Umsatz und vor allem Gewinn sehen im Vergleich zum Vorjahr allerdings – wie schon im ersten Quartal – etwas schöner aus, als sie tatsächlich sind: Damals wurde der Sportwagenbauer Porsche noch nicht als Konzernmarke in die Zahlen eingerechnet.
Die Lage auf den Märkten bleibe schwierig, heißt es in der Pflichtmitteilung, der Konkurrenzkampf werde heftiger. Gleichzeitig gebe es aber auch in den nächsten Monaten Impulse durch neue Modelle, außerdem wirkten sich zunehmend die Kostensenkungen durch das neue Gleichteilesystem MQB aus. „Dem intensiven Wettbewerb und den daraus resultierenden Belastungen können wir uns nicht vollständig entziehen.“ Deshalb blieben „konsequente Ausgaben- und Investitionsdisziplin“ wesentliche Bestandteile der „Strategie 2018“ – die offenbar nicht, wie oft erwartet, nachgebessert wird.

Auch sonst bleibt VW bei der seit Monaten genutzten Sprachregelung, von der auch Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch und sein Vertriebskollege Christian Klingler nicht abweichen dürften, wenn sie heute über die Details berichten.

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