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Deutschland / Welt VW darf weitere 
Dieselautos 
umrüsten
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt VW darf weitere 
Dieselautos 
umrüsten
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22:03 04.11.2016
Quelle: dpa
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Wolfsburg/Hannover

Konkret geht es um Dieselmotoren mit 1,6 Liter Hubraum aus der Baureihe EA 189. Volkswagen hatte im vergangenen Jahr zugegeben, mit Softwareprogrammen die Motorsteuerung von Autos manipuliert zu haben. So hielten die betroffenen Dieselmotoren im Prüflauf Emissionsgrenzen ein, die im realen Fahrbetrieb deutlich überschritten wurden. Deshalb muss das Unternehmen Millionen von Fahrzeugen umrüsten.
Erstmals bekam VW nun eine Freigabe für die noch fehlenden 1,6-Liter-Motoren. Dort ist ein Software-Update der Motorsteuerung nötig. Außerdem wird ein sogenannter Strömungsgleichrichter eingebaut. Die Umrüstung soll weniger als eine Stunde dauern. Fahrzeughalter werden in den kommenden Wochen nach und nach benachrichtigt. Bei den Autos soll es keine nachteiligen Veränderungen bei Spritverbrauch, Leistung und Geräuschemissionen geben.
Ursprünglich wollte VW die Umrüstung in Europa bis Ende dieses Jahres durchziehen. Das Unternehmen musste wegen technischer Probleme aber einräumen, dass es wohl bis Herbst 2017 dauern wird.
In den USA ist der Konzern milliardenschwere Vergleiche eingegangen, um Justizverfahren rund um den Softwarebetrug zu beenden. Dazu müssen die dort betroffenen Dieselfahrzeuge entweder in einen gesetzeskonformen Zustand umgerüstet oder zurückgekauft werden. Dies könnte nach derzeitigem Stand bis zu 16,5 Milliarden Dollar kosten – und weitere Rechtsstreitigkeiten sind noch nicht ausgestanden.
Während VW in den USA zu teuren Wiedergutmachungen bereit ist, sträubt sich der Konzern in Deutschland und Europa weiter gegen vergleichbare Angebote. Gesetzesverstöße innerhalb der Europäischen Union streitet VW ab. Die in den USA verbotene Software stelle unter EU-Recht keine illegale Manipulation dar, argumentieren die Wolfsburger. Dennoch sei das Verhalten „nicht entschuldbar“, betonte Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Stephan Weil (SPD) am Freitag – „unabhängig von der Frage, ob die Software aufgrund unterschiedlicher nationaler Rechtslagen unzulässig ist oder nicht“.     

Von Marco Engemann

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