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Deutschland / Welt VW kündigt E-Auto zum Diesel-Preis an
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt VW kündigt E-Auto zum Diesel-Preis an
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02:15 08.05.2017
Von Stefan Winter
Das Schlüsselprojekt: Der I.D. soll 2020 auf den Markt kommen. Quelle: dpa
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Wolfsburg

Das Schlüsselprojekt für die VW-Zukunft werde in Deutschland starten, kündigte Diess an: „Als erstes Elektroauto wird der I.D. im Werk Zwickau gefertigt.“

Das Auto, von dem bisher vier Versionen für die Marke VW und weitere für Konzernschwestern geplant sind, soll 2020 auf den Markt kommen. Der I.D. soll trotz teurer Batterien nicht mehr kosten als ein aktuelles Diesel-Modell, der Kostendruck sei deshalb enorm, sagte Produktionsvorstand Thomas Ulbrich. Diess will mit günstigen Preisen nicht zuletzt Tesla einbremsen: Der amerikanische E-Auto-Pionier sei bisher in der Oberklasse erfolgreich, VW müsse seine Kompetenz in Massenproduktion und Vertrieb ausspielen, um dem „ernst zu nehmenden Wettbewerber Einhalt zu gebieten“. Spätestens 2025 will VW jährlich eine Million E-Autos verkaufen, davon 600 000 in China, wo der I.D. ebenfalls gebaut wird.

Die Fertigung in Zwickau gibt auch einen Vorgeschmack auf die Nebenwirkungen der Autozukunft: Das Auto werde gegenüber heutigen Fahrzeugen um 25  Prozent effizienter zu produzieren sein, sagte Diess. „Der Bedarf an Mitarbeitern wird tendenziell niedriger sein.“

Der im Zukunftspakt vereinbarte Personalabbau werde deshalb planmäßig vorangetrieben, sagte Personalvorstand Karlheinz Blessing. Derzeit beschäftigt die Marke in Deutschland 4500 Leiharbeiter, Ende 2020 soll es keiner mehr sein. Für knapp die Hälfte werden die Verträge nicht verlängert, der Rest soll – in der Regel befristet – von VW übernommen werden. Zudem hätten schon 7000 von 9200 infrage kommenden Mitarbeitern zugestimmt, bis 2020 in Altersteilzeit zu wechseln. Allein in Deutschland will die Marke 23 000 Stellen abbauen, ohne einem Mitarbeiter zu kündigen.

Die Umsetzung der Strategie „Transform 2025+“ laufe planmäßig, sagte Diess. Dazu gehört auch größere Selbstständigkeit der Marke VW Pkw im Konzern. „Dass wir auf dem richtigen Weg sind, zeigt das gute Ergebnis im ersten Quartal“, sagte er. Der überraschend hohe Gewinn wird sich so aber wohl nicht fortsetzen. Man sollte den Zwischenstand nicht auf das Jahr hochrechnen, warnte Finanzvorstand Arno Antlitz.     

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