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VW muss 2,8 Milliarden Dollar Strafe zahlen

Richterspruch in den USA VW muss 2,8 Milliarden Dollar Strafe zahlen

Volkwagen muss in den USA eine Milliardenstrafe bezahlen: 2,8 Milliarden Dollar. Außerdem werden alle US-Geschäfte drei Jahre lang überwacht. Damit ist die Aufarbeitung des Abgas-Skandals aber noch nicht am Ende.

Die US-Justiz will mindestens ein halbes Dutzend VW-Manager wegen Mitwirkung am Abgas-Skandal strafrechtlich belangen.

Quelle: AP

Detroit. In den USA hat ein Richter einen Vergleich zwischen Volkswagen und dem US-Justizministerium über insgesamt 4,3 Milliarden Dollar (4,0 Mrd Euro) zur Beilegung strafrechtlicher Ermittlungen abgesegnet. Der Kompromiss sieht eine Strafe von 2,8 Milliarden Dollar wegen krimineller Vergehen und 1,5 Milliarden Dollar an zivilrechtlichen Bußgeldern sowie eine dreijährige Bewährungszeit für VW vor.

In den kommenden drei Jahren Zeit werden die Geschäfte von einem unabhängigen Prüfer beaufsichtigt. Den Job wird der Jurist und ehemalige US-Staatssekretär Larry Thompson übernehmen. Mit der Urteilsverkündung ist der Vergleich besiegelt, es laufen aber weiter Ermittlungen im „Dieselgate“-Kriminalfall.

Die US-Justiz will mindestens ein halbes Dutzend VW-Manager wegen Mitwirkung am Abgas-Skandal strafrechtlich belangen. Allerdings befinden sich die meisten Angeklagten in Deutschland, von wo ihnen keine Auslieferung in die USA droht.

22 Milliarden Dollar plant VW für Vergleiche in den USA und Kanada ein

Der Konzern hatte im Januar ein Schuldbekenntnis abgegeben und damit Straftaten wie Verschwörung zum Verstoß gegen Umweltgesetze und Behinderung der Justizbehörden eingeräumt. Volkswagen hatte im September 2015 nach Vorwürfen der US-Umweltbehörden zugegeben, die Abgaswerte zum Stickoxid-Ausstoß bei fast 600.000 Dieselwagen manipuliert zu haben.

Für Vergleiche mit Klägern in den USA und Kanada nimmt der Konzern umgerechnet mehr als 22 Milliarden Euro in die Hand.

Von RND/dpa

Der Abgasskandal erschüttert den Volkswagen-Konzern. Lesen Sie hier alle Berichte und Hintergründe zur Diesel-Affäre. mehr

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