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VW stellt Phaeton auf den Prüfstand

Im Fokus VW stellt Phaeton auf den Prüfstand

In der VW-Abgasaffäre hat die kalifornische Umweltbehörde weitere Testergebnisse zu Diesel-Autos anderer Hersteller angekündigt. VW habe bis zum 20. November Zeit, einen Plan vorzulegen, wie die Betroffenen Diesel-Fahrzeuge nachgerüstet werden können.

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Quelle: dpa

Wolfsburg. Bei VW kommen nach dem angekündigten verschärften Sparkurs des neuen Konzernchefs Matthias Müller wegen des Abgas-Skandals erste konkrete Projekte auf den Prüfstand. Nach Ansicht von Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh muss dabei etwa über die Zukunft der unter Absatzproblemen leidenden VW-Luxuslimousine Phaeton gesprochen werden.

„Also, wenn schon Phaeton, dann als Elektro-Fahrzeug mit 800 Volt, 15 Minuten Ladezeit und mit 500 Kilometer Reichweite“, sagte Osterloh am Freitag. Angesichts der Abgas-­Krise sei dies jetzt das richtige Signal. Osterloh hatte bereits bei der VW-Betriebsversammlung am Dienstag in Wolfsburg den Phaeton in der bisherigen Ausführung infrage gestellt. Nach Medienberichten soll das bislang geplante Nachfolgemodell des Phaetons mit Verbrennungsmotor, das Ende 2016 auf den Markt kommen sollte, gestrichen werden.

VW steckt seit drei Wochen in der Krise, nachdem bekannt geworden war, dass bei Abgastests von Dieselfahrzeugen manipuliert wurde. Es drohen Milliardenschäden durch Klagen und Strafgelder. Der US-Bundesstaat Texas kündigte an, die Landesgesellschaften von Audi und VW wegen des Verstoßes gegen Verbraucherschutz- und Umweltgesetze zu verklagen. Volkswagen habe seine Kunden absichtlich über Jahre in die Irre geführt, teilte der Justizminister und Generalstaatsanwalt des Staates Texas, Ken Paxton, mit.

Einer Umfrage zufolge hat VW wegen des Abgas-Skandals massiv das Vertrauen der deutschen Verbraucher verloren. Wie aus einer aktuellen und repräsentativen Studie des Verbandes der Kommunikationsagenturen GPRA hervorgeht, vertrauen nur noch 43 Prozent der Befragten dem Wolfsburger Konzern. Zuletzt hatte der Verband im Oktober 2013 vergleichbare Werte erhoben: Damals gaben 84 Prozent der Befragten an, VW zu vertrauen.

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