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Diese Trucks sollen die Lkw-Branche umkrempeln

VW und Daimler vor der IAA Diese Trucks sollen die Lkw-Branche umkrempeln

Die großen Lkw-Hersteller VW und Daimler wollen der Branche zeigen, wo's langgeht: Am Vortag der IAA-Eröffnung präsentierten beide Konzerne in Hannover ihre Flaggschiffe. Während VW auf ein komplexes Datennetzwerk für die gesamte Logistik setzt, fährt die Stuttgarter Konkurrenz den ersten "eTruck" für kurze City-Strecken auf.

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Quelle: VW/Daimler/M

VW: "Rio" wird für die Lkw-Branche wie Android und iOS für Handys 

Volkswagen will alle Beteiligten in der Logistikkette über ein offenes Betriebssystem vernetzen. Im Vorfeld der IAA Nutzfahrzeuge, die am Mittwoch beginnt, präsentierte die Lkw-Holding Volkswagen Truck & Bus in Hannover eine Plattform namens „Rio“, die möglichst viele Daten von Disponent über Fahrer bis zum Empfänger sammeln soll, um daraus Vorschläge für eine optimierte Belieferung, Kostensenkungen oder die Vermeidung von Leerfahrten abzuleiten. „Rio wird die Transportwelt, wie wir sie kennen, grundlegend verändern“, sagte VW-Lkw-Chef Andreas Renschler. Es könne für die Branche zu dem werden, was heute Googles Android oder Apples iOS für Handys seien.

Das System sei bewusst für Dritte offen, sagte Renschler. Viele Partner hat die Lkw-Holding bereits an Bord geholt, darunter den hannoverschen Zulieferer Continental. Diverse Start-ups sollen helfen, die Plattform mit Leben zu füllen – vor allem in Form von Apps mit Ideen rund um intelligente Logistik. Mehrere Hilfsprogramme hat VW schon aufgelegt – etwa eine App, mit der nur teilweise beladene Lkw entlang ihrer Route weitere Ladung zugewiesen bekommen. Oder ein Programm, mit dem Fahrzeuge per Smartphone übergeben werden können.

Mit einer Nachrüstbox soll sich „Rio“ in jedes Fahrzeug integrieren lassen. Alle neuen Modelle der VW-Marken MAN und Scania sollen bis Ende 2017 ab Werk damit ausgestattet sein. Auf der IAA präsentiert MAN bereits einen „Connectivity Truck“, der alle Möglichkeiten des Systems zeigen können soll. Die Nutzfahrzeugbranche werde sich durch die Digitalisierung im kommenden Jahrzehnt stärker verändern als in den vergangenen 50 Jahren, prophezeite Renschler. Seine Sparte wolle dabei Vorreiter sein. „Wir werden uns mehr und mehr vom reinen Fahrzeughersteller zum Anbieter intelligenter Transportsysteme wandeln.“

 Im Vorfeld der IAA Nutzfahrzeuge, die am Mittwoch beginnt, präsentierte die Lkw-Holding Volkswagen Truck & Bus in Hannover seine neuen Fahrzeuge.

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Der Lkw-Chef kündigte zudem eine Schar an Elektromodellen an, von denen am Dienstag vor Hunderten Journalisten allerdings nur eine Studie von MAN präsentiert wurde. Dazu gehört – außer einem Elektro-Lkw von MAN – auch eine Stromer-Variante des Großtransporters Crafter von VW Nutzfahrzeuge (VWN). „Auch wenn momentan alles von Elektromobilität spricht: Wir lassen uns technologisch nicht einengen“, sagte Renschler. Man forsche an allen Antriebsarten, auch der Dieselmotor werde für die Branche „noch länger eine wichtige Rolle spielen“ – vor allem im Fernverkehr.

Der Crafter von VWN feiert auf der IAA ebenfalls Premiere. Im neuen Werk im polnischen Wrzesnia soll er auch in einer Variante mit MAN-Logo vom Band laufen. Die Münchner Lkw-Marke soll damit Flottenkunden ein Zusatzangebot im Transporterbereich machen können.

Am Donnerstag beginnt in Hannover die 66. IAA Nutzfahrzeuge, mit dem Aufbau ist bereits jetzt begonnen worden.

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Daimler: "Urban eTruck" ist der erste elektrische Truck für kurze Strecken

Elektrobetrieben und damit emissionsfrei: Der Automobilkonzern Daimler hat am Vorabend der IAA in Hannover den futuristisch anmutende Urban eTruck vorgestellt. Der 26-Tonner ist der erste elektrische Lkw für kurze Strecken in der Innenstadt. Bis zu 200 Kilometer kann er fahren, bevor er wieder an die Steckdose muss. Seine Markteinführung ist allerdings erst für das kommende Jahrzehnt angekündigt.

Dem eigenen Ziel, Menschen und Waren zukünftig vollständig schadstofffrei zu bewegen, kommt Daimler damit ein Stück näher. Während bei der vergangenen IAA der Fernverkehr im Mittelpunkt stand, ist es in diesem Jahr die Stadt: „Wir präsentieren unsere Vision für den urbanen Transport. Unser Ziel ist, genau wie beim Fernverkehr, mehr Sicherheit und Effizienz als je zuvor – und das Ganze lokal emissionsfrei“, sagte Wolfgang Bernhard, Vorstand der Daimler AG, bei einer Presseveranstaltung im Elektrizitätswerk Linden vor einigen Hundert Journalisten. Die anlässlich der Nutzfahrzeugmesse blau erleuchteten „Drei warmen Brüder“ zeigten in den vergangenen Tagen das Aufladen einer Batterie, das die Erneuerungen in der E-Mobilität bereits ankündigte. So plant Mercedes-Benz Vans schon für 2018 einen vollelektrischen Stadtbus sowie einen Sprinter mit Elektroantrieb auf den Markt zu bringen. 

Der Automobilkonzern Daimler hat am Vorabend der IAA in Hannover seine neuen Fahrzeuge vorgestellt.

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Daimler behauptet nicht nur, die Umwelt zukünftig zu entlasten, sondern auch den Straßenverkehr fahrerlos zu gestalten. Die Vision: ein autonomer Transporter, der die Ware abholt, vollautomatisch belädt, sich selbstständig in Richtung Autobahn auf den Weg macht und sich dort mit anderen autonomen Lkw zu einem Konvoi zusammenschließt. Weil die autonom fahrenden Lkw dichter auffahren, sparen sie dabei wegen des verringerten Luftwiderstandes Kraftstoff.

Ein ähnlich autonomes System hat Daimler auch für den Nahverkehr entworfen. Auf einer sogenannten Bus Rapid Transit Strecke (BRT) kann der „Future Bus“ bis zu 70 Stundenkilometer schnell fahren, hält an Haltestellen und Ampeln und bremst für Hindernisse und Fußgänger. Ein Fahrer an Bord überwacht zwar das System, wird aber erheblich entlastet. „Durch den Citypilot wird Busfahren in der Stadt künftig noch sicherer, komfortabler und deutlich leistungsfähiger“, erklärte Hartmut Schick, Leiter Daimler Buses. Deshalb investiert das Unternehmen in den kommenden fünf Jahren rund 200 Millionen Euro in die Weiterentwicklung des Stadtbusses. Anfang des nächsten Jahres wird die Produktion des Citypilots in Serie gehen.

Von Lars Ruzis und Katharina Derlin

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