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Gute Bilanz

VW verkauft in Deutschland so viele Autos wie nie zuvor

Von Lars Ruzic

Die Abwrackprämie der Bundesregierung hat einen Ansturm auf die Autohäuser ausgelöst, droht aber für viele Käufer zum Lotteriespiel zu werden.
VW verkauft in Deutschland so viele Autos wie nie zuvor

VW verkauft in Deutschland so viele Autos wie nie zuvor

© Michael Thomas

Nach Informationen dieser Zeitung kalkuliert allein Marktführer Volkswagen für den Februar mit 120 000 unterschriebenen Kaufverträgen. Das wäre auf dem heimischen Absatzmarkt so viel wie nie zuvor in einem Monat, heißt es aus dem Konzern. 80 Prozent der Kunden, die vor allem auf Golf, Polo und Fox abzielen, seien durch die staatliche Förderung in Höhe von 2500 Euro angelockt worden.

Da andere Hersteller genau wie VW den Zuschuss noch mit eigenen Rabattaktionen unterfüttern, sei derzeit vor allem bei Kleinwagen über alle Marken hinweg eine starke Nachfrage zu spüren. „So etwas haben wir noch nicht erlebt“, sagte ein Händler. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hält dank der Abwrackprämie in diesem Jahr einen Absatz in Deutschland von über drei Millionen Autos für möglich. Damit würde das Niveau von 2008 gehalten. Die frühere Prognose des Verbands ging von 2,7 bis 2,9 Millionen Autos aus.

Doch gerade Kunden, die ihren Neuwagen im Autohaus lediglich bestellt haben und nun Monate darauf warten müssen, könnten am Ende ohne Abwrackprämie dastehen. Denn entgegen diverser politischer Ankündigungen wird die „Richtlinie zur Förderung des Absatzes von Personenwagen“, wenn sie am Montag in Kraft tritt, dem Kunden keinen Anspruch auf die Prämie bereits in dem Moment sichern, in dem er den Kaufvertrag unterschreibt. Es bleibe dabei, dass man das Geld erst beantragen könne, wenn man das alte Auto nachweislich verschrottet und das neue zugelassen habe, sagte ein Sprecher des zuständigen Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa).

Die Bundesregierung hat 1,5 Milliarden Euro bereitgestellt, um den Neu- und Jahreswagenverkauf in Deutschland anzukurbeln. Der Topf reicht damit für 600 000 Autos. Bis gestern sind bereits 120 000 Einträge beim Bafa eingegangen, täglich kommen Tausende hinzu. Das jedoch seien vor allem Fahrzeuge, die dem Handel vom Parkplatz weggekauft wurden, heißt es aus der Branche. Die vorbestellten Autos in bislang ungekannter Größenordnung seien naturgemäß noch nicht enthalten. „Am Ende könnten diejenigen, die schon ein Auto bestellt haben, gekniffen sein“, sagt ein Händler.

Zumal mit der Nachfrage auch die Lieferzeiten ausufern. Das Gros der Autokonzerne ist von dem Ansturm überrascht worden. Die Hersteller hatten die Produktion im ersten Quartal zunächst auf Sparflamme fahren wollen. VW etwa produziert just in diesen Tagen, an denen die Händler von Kunden überrannt werden, in seinen deutschen Werken kein einziges Auto. Für diese Woche ist Kurzarbeit für 61 000 Beschäftigte anberaumt worden – die den Steuerzahler übrigens geschätzt weitere 20 Millionen Euro kostet. 67 Prozent des Kurzarbeiterlohnes kommen vom Staat. Die Agentur für Arbeit überprüft nach Angaben des NDR die Rechtmäßigkeit der Kurzarbeit bei Volkswagen. Die Agentur erklärte, VW könne die Kurzarbeit angesichts voller Auftragsbücher kurzfristig absagen.

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  • Premiummarke? Autohauskritkiker – 26.02.09
    VW wird nur immer teurer und fertigt zunehmend schlechtere Qualität, so dass man einen Volkswagen nur noch mit Garantieversicherung kaufen sollte.

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