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VW verkauft wieder mehr Autos

Trotz Dieselskandal VW verkauft wieder mehr Autos

Silberstreif am Horizont für VW: Trotz des Abgasskandals hat Volkswagen erstmals seit Monaten wieder ein kräftiges Plus bei den Autoverkäufen eingefahren. Die weltweiten Auslieferungen wuchsen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,7 Prozent auf 492.800 Autos. Auch für den gesamten Konzern gab es ein Absatz-Plus.

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Trotz Abgas-Skandal hat VW im Juni mehr Autos verkauft als im Vorjahreszeitraum.

Quelle: dpa

Wolfsburg. Im Januar waren die Verkaufszahlen zum letzten Mal gestiegen, danach gingen die Verkäufe zurück. Im ersten Halbjahr lagen die Verkäufe der Marke VW mit gut 2,9 Millionen Wagen noch immer 0,7 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Vor allem legte VW zu: Dort verkaufte das Unternehmen mit 220 500 Autos fast ein Viertel mehr. China ist für VW mit Abstand der größte Ländermarkt, muss aber die Gewinne mit chinesischen Partnern teilen.

Laut vorläufigen Zahlen, die das Unternehmen bereits in der vergangenen Woche vorlegte, hat sich der operative Gewinn der Kernmarke im zweiten Quartal deutlich erholt. In den USA, wo die Verkäufe im ersten Halbjahr auch wegen eines Diesel-Verkaufsstopps um rund 15 Prozent absackten, steht VW allerdings vor Milliardenstrafen.

Auch im Konzern im Plus

Ein starker Monat Juni hat den VW-Konzern bei seiner Verkaufsbilanz zum Halbjahr merklich ins Plus geschoben. Im Juni lieferte Europas größter Autobauer mit seinen zwölf Marken 883 400 Fahrzeuge an Kunden aus; 5,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Damit liegen die Verkäufe nun nach sechs Monaten klar im Plus: 5,12 Millionen Fahrzeuge - vom VW-Up bis zum schweren Scania-Laster - sind 1,5 Prozent Verbesserung im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015. Das teilten die Wolfsburger am Mittwoch mit. Trotz Diesel-Krise steuert der Konzern damit 2016 bisher auf ein Auslieferungsplus zu. Nach fünf Monaten Ende Mai hatte der Zuwachs lediglich bei 0,8 Prozent gelegen.

Neben Russland (-7 Prozent) und Südamerika (-25 Prozent) bereitet der zweitgrößte Automarkt USA Sorgen: Dort stehen die konzernweiten Auslieferungen auch wegen eines Diesel-Verkaufsstopps per Juni gut 7 Prozent im Minus. Da der wichtigste Markt China aber im selben Zeitraum um fast 7 Prozent zulegte, ergab sich in Summe trotzdem das positive Bild. Gut 36 Prozent aller Verkäufe macht Volkswagen im Reich der Mitte. Die Abhängigkeit von dem Markt wächst seit Jahren.

Bei den einzelnen Marken verzeichnete VW-Pkw einen starken Juni (+4,7 Prozent), liegt aber auf Sechsmonatssicht noch leicht im Minus (-0,7 Prozent). Auch der Lkw- und Bushersteller MAN steckt auf Jahressicht im Rückwärtsgang (-1,1 Prozent) und verlor im Juni sogar zweistellig. Auch Porsche (-2,7 Prozent) erlebte im Juni einen kleinen Dämpfer.

dpa

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