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VW verliert Marktanteile in Europa

Automarkt VW verliert Marktanteile in Europa

Europas Automarkt boomt, doch Branchenprimus Volkswagen hat nichts davon. In den ersten neun Monaten 2016 wurden in der EU 8 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft, für VW reichte es nach Angaben des europäischen Branchenverbands ACEA im selben Zeitraum jedoch nur zur Stagnation.

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Produktion des Golf VII in Wolfsburg: Aufgefrischtes Modell soll den Absatz wieder ankurbeln.

Quelle: Julian Stratenschulte

Hannover. VW hat fast einen Prozentpunkt Marktanteil auf 11,2 Prozent eingebüßt - so viel wie kein anderer Hersteller. Gewinner des vor allem von Italien, Spanien und Deutschland getragenen Booms in Europa sind Mercedes, Fiat und Renault, die jeweils um die 15 Prozent mehr Autos verkauften.

Das Ergebnis der Wolfsburger wird dabei noch geschönt durch die starken Zuwächse der Schwester VW Nutzfahrzeuge. Die Hannoveraner wachsen mit Transporter und Caddy zweistellig in Europa, werden vom ACEA aber unter der Marke Volkswagen zusammengefasst. VW Pkw dagegen liegt auf dem europäischen Heimatmarkt im Minus.

Das spiegelt sich auch in der Auslastung der niedersächsischen Autowerke wider. Während die Fertigung im hannoverschen Transporterwerk brummt, sind für die Emdener Fabrik des schwächelnden Passat bereits Produktionspausen anberaumt worden. Sogar innerhalb eines Werks spielen sich unterschiedliche Szenarien ab. In Wolfsburg hat die Golf-Produktion in der vergangenen Woche pausiert, während die Linien für den SUV Tiguan und den Familienwagen Touran unter Volldampf fahren.

Aufgefrischter Golf kommt im November

Die Absatzschwäche der in die Jahre gekommenen Modelle Golf und Passat macht man VW-intern auch für die Marktanteilsverluste verantwortlich. Im November stellt der Konzern einen aufgefrischten Golf vor, der die Verkäufe wieder ankurbeln soll. Dass der Diesel-Skandal der Grund für den schwachen Auftritt in Europa sein könnte, glaubt man in Wolfsburg nicht. Ordentliche Absatzzahlen auf dem Heimatkontinent sind wichtig für die Beschäftigung in den niedersächsischen Werken, da sie vor allem für die europäischen Nachbarn produzieren.

Weltweit und über alle zwölf Marken ist VW dagegen weiterhin solide unterwegs. Nach neun Monaten liegt der Autobauer 2,4 Prozent im Plus bei 7,6 Millionen verkauften Fahrzeugen. Im September stieg der Absatz sogar um 7 Prozent. Treiber ist jedoch vor allem der größte VW-Markt China, wo der Konzern bislang fast 11 Prozent mehr Fahrzeuge losschlagen konnte. „Ohne den chinesischen Markt wären die Verkaufszahlen des Konzerns rückläufig gewesen“, rechnete der Autoexperte der Nord/LB, Frank Schwope, vor.

Dort wiederum profitiere VW vor allem vom aktuellen Konjunkturprogramm der chinesischen Regierung, das Steuererleichterungen für Autokäufer vorsieht. Sollte das Programm wie erwartet zum Jahresende auslaufen, „dürfte sich 2017 für den Volkswagen-Konzern im Reich der Mitte eine neue Baustelle auftun“, sagte Schwope. China macht inzwischen 40 Prozent der Konzernverkäufe aus, bei der Kernmarke VW Pkw sind es sogar 53 Prozent.

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