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VW vor „enormen Kraftanstrengungen“

Bilanz VW vor „enormen Kraftanstrengungen“

Der Abgas-Skandal hat Volkswagen abermals eine Bilanz verhagelt, bringt das Tagesgeschäft aber nicht aus dem Tritt. Weil der aktuell weltgrößte Autobauer vor allem wegen weiterer Belastungen aus dem „Dieselgate“ Sondereffekte in Milliardenhöhe verbuchen musste, schrumpfte der Nettogewinn im ersten Halbjahr um mehr als ein Drittel auf 3,6 Milliarden Euro.

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Der neue Crafter - in vier Grundmodellen, drei Längen und drei Höhen praktisch, wirtschaftlich und innovativ wie nie zuvor. Die Weltpremiere findet auf der IAA Nutzfahrzeuge statt. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/55462 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/VW Volkswagen Nutzfahrzeuge AG"

Quelle: Volkswagen Nutzfahrzeuge

Hannover. Absatz und Umsatz blieben jedoch in der Spur, und das operative Ergebnis hätte ohne die erneuten Rückstellungen sogar zugelegt. „Wir haben unter schwierigen Bedingungen ein solides Ergebnis erwirtschaftet“, sagte Finanzchef Frank Witter.

Die Rückstellungen summieren sich auf 2,2 Milliarden Euro. Davon entfallen 1,6 Milliarden Euro auf weitere Risiken im Zusammenhang mit der Affäre um manipulierte Abgaswerte bei weltweit elf Millionen Dieselfahrzeugen. Insgesamt hat VW für die Aufarbeitung des Skandals damit nun 17,8 Milliarden Euro zurückgelegt. Weitere Einmallasten verursachte beispielsweise die Tochter Scania, die 400 Millionen Euro zurücklegen musste, weil sie sich als einziger Lkw-Bauer in Europa im EU-Kartellverfahren nicht mit der Kommission auf einen Vergleich eingelassen hat.

Im Tagesgeschäft konnte VW das Ergebnis sogar um 7,5 Prozent auf 7,55 Milliarden Euro steigern – und kam hier auf eine Rendite von 7 Prozent. Das sei vor allem einer spürbaren Verbesserung des Ergebnisses der Kernmarke VW Pkw zu verdanken, sagte Witter. Die hatte im ersten Quartal noch mickrige 73 Millionen Euro verdient. Im zweiten Quartal waren es nun 808 Millionen Euro – was allerdings immer noch gut 12??Prozent weniger sind als im Vorjahresquartal. VW Pkw profitierte von einem starken europäischen Markt und ersten Ergebnissen des hauseigenen Effizienzprogramms. Zwar schrumpfte der Absatz der Marke in Westeuropa sogar leicht um 0,8??Prozent, während der Gesamtmarkt fast 9 Prozent zulegte. Aber man habe hier auch nicht mit „verrückten“ Rabatten arbeiten müssen, teils sogar die Preise anheben können, berichtete der Finanzvorstand. Die Dieselnachfrage auf dem für VW nach China wichtigsten Markt habe sich trotz des Skandals nicht wesentlich verändert, meinte Vertriebschef Fred Kappler. Witter bemühte sich, deutlich zu machen, dass VW damit nicht über den Berg ist. Das zweite Quartal sei für den Konzern schon immer das erfolgreichste gewesen. Man solle sich hüten, die Ergebnisse in die Zukunft fortschreiben zu wollen, sagte er in einer Telefonkonferenz. Es seien noch „enorme Kraftanstrengungen“ nötig, um die Belastungen aus dem „Dieselgate“ aufzufangen. Die nächsten Monate würden „alles andere als ein Spaziergang“. Damit spielte der VW-Manager auch auf die bevorstehenden Verhandlungen zwischen Management und Betriebsrat über einen „Zukunftspakt“ für die heimischen Werke an. Damit sollen die Standorte wettbewerbsfähiger gemacht und auf die Zukunftstrends Elektromobilität und Digitalisierung ausgerichtet werden. Die Gespräche dürften noch „für einigen Rauch in Wolfsburg“ sorgen, mutmaßte Witter. Der frühere Chef der VW-Finanzsparte machte auch deutlich, wo er das Vorbild für die Kernmarke sieht: in Tschechien. Die Tochter Skoda hat in der ersten Jahreshälfte ihr operatives Ergebnis abermals gesteigert – um fast ein Drittel, auf 685 Millionen Euro. Skoda erreicht inzwischen fast 10 Prozent Rendite. Das liegt nicht nur an niedrigen Personalkosten. Die Tschechen nutzten etwa die konzernweiten Baukästen viel stärker als VW Pkw und sparten so Geld, so Witter. „Skoda ist die Blaupause, von der wir gern mehr Kopien hätten.“

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