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VW will massiv Personal abbauen

Betriebsversammlung VW will massiv Personal abbauen

Volkswagen will in Niedersachsen offenbar massiv Stellen abbauen. Damit sollen die Veränderungen der Branche abgefedert werden. Volkswagen hat vor allem jene im Blick, die 50 Jahre oder älter sind: Für diese geburtenstarken Jahrgänge soll es neue und weitreichende Altersteilzeitangebote geben.

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„Wir werden die Baby-Boomer-Jahrgänge für die Transformation der Marke Volkswagen nutzen“, sagte Betriebsratschef Bernd Osterloh. 

Quelle: dpa

Wolfsburg/Hannover.  „Wir haben ein hartes Fitnessprogramm vor uns“, sagte Personalvorstand Karlheinz Blessing nach Konzernangaben vor 20.000  Beschäftigten auf einer Betriebsversammlung in Wolfsburg. Personalreduzierung durch Altersteilzeit gehöre demnach auch zu dem Abbauprogramm. Hier hat Volkswagen offenbar vor allem jene im Blick, die 50 oder älter sind. Für die geburtenstarken Jahrgänge soll es neue und weitreichende Altersteilzeitangebote geben. Wer einen solchen Vertrag unterschreibt, arbeitet zunächst für einen geringeren Lohn weiter und wird später bei diesen Bezügen freigestellt. In der Regel können die Mitarbeiter anschließend in Rente gehen – meist jedoch mit Abschlägen. 

„Wir werden die Baby-Boomer-Jahrgänge für die Transformation der Marke Volkswagen nutzen“, sagte Betriebsratschef Bernd Osterloh. Einen Altersteilzeittarifvertrag für die Jahrgänge 1961 bis 1967 haben Arbeitnehmervertreter gerade erst geschlossen – ohne Obergrenzen für entsprechende Angebote festzulegen.

Das ist bei Volkswagen üblich. Von Jahr zu Jahr handeln Betriebsrat und Management von Werk zu Werk sogenannte Tranchen von Beschäftigten aus, die das bei der Belegschaft beliebte Instrument nutzen dürfen. Wenn nötig, ließen sich diese Tranchen problemlos erhöhen, hieß es aus dem Konzern. Offenbar will Osterloh Details dazu und zu den künftigen Aufgaben der heimischen Fabriken eigens in einem „Zukunftstarifvertrag“ regeln, wie er das am Mittwoch nannte. Ein Tarifvertrag sei belastbarer als lose Absichtsbekundungen, hieß es aus seiner Umgebung. Nutzten viele Baby-Boomer das Altersteilzeitangebot, könnte Volkswagen auf diesem Weg eine fünfstellige Zahl an Stellen einsparen.

Den Konzern kostet dies allerdings viel Geld. Beim sechsjährigen Standardmodell, mit dem die Betroffenen mit 57 in die aktive Altersteilzeitphase eintreten und mit 60 Jahren den Schraubenschlüssel fallen lassen können, stockt VW das Entgelt auf 85 Prozent des letzten Nettogehalts auf. Zudem müssen die Beschäftigten nur 7 Prozent Rentenabschlag in Kauf nehmen. Für den Rest steht Volkswagen ein.

Zugleich laufen bei VW Verhandlungen über einen „Zukunftspakt“. Er soll regeln, wie sich die heimischen Werke auf Digitalisierung und Elektrifizierung einstellen – mit klaren Aufgabenzuteilungen, Investitionsplänen und Produktentscheidungen. „Wir müssen schnell konkret werden und zu einem gemeinsamen Verständnis kommen“, forderte VW-Markenchef Herbert Diess.

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