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Deutschland / Welt VW will mit neuem Polo glänzen
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt VW will mit neuem Polo glänzen
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11:53 17.06.2017
Große Erwartungen an das neue Modell: VW-Markenchef Herbert Diess präsentiert die sechste Auflage des VW Polo in Berlin. Quelle: Kay Nietfeld/dpa
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Berlin/Hannover

An großen Worten darf es auch bei einem Kleinwagen nicht fehlen. Mit der sechsten Generation des Polo setze Volkswagen „neue Standards“, sagt VW-Markenvorstand Herbert Diess am Freitag bei der Vorstellung des neuen Autos vor internationalem Publikum in Berlin. Das Modell spiele künftig in einer anderen Liga. „We will make the brand shine again“ - die Marke soll wieder „glänzen“. Dies ist eine beträchtliche Herausforderung für ein Auto, das für den Konzern zwar wegen seines Absatzvolumens wichtig ist - dessen Strahlkraft jedoch immer schon eher begrenzt war.

Der Polo wächst mit den Ansprüchen des Konzerns: Mit einer Länge von 4,05 Metern übertrifft er in seiner neuesten Version alle seine Vorgänger. Dazu passt, dass das im spanischen Pamplona gebaute Fahrzeug von Herbst an nur noch als Viertürer angeboten wird. Der Kofferraum fällt mit 351 Litern Fassungsvermögen um rund ein Viertel größer aus als in der fünften Generation.

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Herbert Diess, Vorsitzender des Markenvorstands von Volkswagen-PKW, präsentiert in Berlin bei der Weltpremiere den neuen VW Polo.

„Charisma und starke Technik“

Um den Führungsanspruch in der kleineren Kompaktklasse zu untermauern, hat Volkswagen den Polo mit Assistenzsystemen ausgestattet, die bisher höher angesiedelten Modellen wie Golf oder Passat vorbehalten waren. Serienmäßig gibt es etwa den „Front-Assist“, ein System zur Umfeldbeobachtung mit Notbremssystem und Fußgängererkennung. „Der Polo verbindet Charisma mit starker Technik“, sagte Diess.

Seit dem Jahr 1975 hat sich das Modell mehr als 14 Millionen Mal verkauft - damit ist der Polo einer der Bestseller des Konzerns und seiner Klasse. Dennoch hat das Modell für Volkswagen an Bedeutung verloren: In den vergangenen anderthalb Jahrzehnten ist der Produktionsanteil der Kleinwagen bei der Marke VW um ein Fünftel gesunken. Branchenexperte Frank Schwope von der Norddeutschen Landesbank spricht mit Blick auf das Kleinwagengeschäft von einem „Beiwerk zum Ergebnis“.

SUVs bringen Umsatz

Zum „Brot-und-Butter-Geschäft“ zähle der Polo heute definitiv nicht mehr, sagt der Automarktexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen. Diese Bezeichnung gebühre inzwischen den schwergewichtigeren SUV - den Geländewagen für die Stadt, mit denen die Branche höhere Gewinne erzielt. Hier kann Volkswagen mit dem Polo noch nicht glänzen. In Wolfsburg endet die SUV-Palette aktuell noch mit dem Tiguan. Ein entsprechenes Polo-Modell soll erst im nächsten Jahr auf den Markt kommen. Bis dahin können sich Konkurrenten wie Opel mit dem Mokka oder Renault mit dem Captur noch über ihren Vorsprung freuen.

Obwohl das Interesse der Kunden an Diesel-Modellen infolge der Abgas-Affäre gesunken ist, bietet VW den Polo auch als Einspritzer an. Serienmäßig ist ein SCR-Katalysator an Bord, der mit einer Harnstofflösung den Stickoxidausstoß verringert. Der Diesel-Anteil an der Polo-Flotte liegt derzeit bei 15 Prozent. Eine Elektroversion soll es nach Angaben des Unternehmens nicht geben. Der neue Polo kann von Mitte August an bestellt werden und kostet in der günstigsten Variante 12.975 Euro.

Andreas Hoenig und Jens Heitmann

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