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VW will schlanker und wendiger werden

Konzernumbau VW will schlanker und wendiger werden

Unabhängig vom aktuellen Abgas-Skandal treibt der Volkswagen-Konzern seinen Umbau voran. Freitagabend hat der Aufsichtsrat ein umfassendes Paket von Umstrukturierungen und Umbesetzungen beim Führungspersonal beschlossen.

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„Die neue Struktur stärkt Marken und Regionen“: Mitglieder des VW-Aufsichtsrats mit dem neuen Vorstandsvorsitzenden Matthias Müller (Zweiter v. li.). 

Quelle: Ole Spata

Hannover. „Die neue Struktur stärkt Marken und Regionen und gibt dem Konzernvorstand den erforderlichen Raum für Strategie und Steuerung des Unternehmens“, sagte Aufsichtsratschef Berthold Huber. „Wir werden schneller und agiler.“ Eine Neugewichtung von Verantwortlichkeiten hatte die Konzernspitze bereits in den vergangenen Monaten vorangetrieben - sie trägt noch die Handschrift des zurückgetretenen VW-Chefs Martin Winterkorn. Im Kern sieht das Tableau die Bildung von Markengruppen entlang der unterschiedlichen technischen Baukastensysteme sowie der Schaffung neuer Konzernfunktionen für Effizienzsteigerung und Zukunftsfelder vor. Gleichzeitig soll der Konzernvorstand verkleinert werden.

Die vier Markengruppen untergliedern sich wie folgt:

Massengeschäft: Das bilden Volkswagen als für den so genannten modularen Querbaukasten verantwortliche Marke sowie Seat und Skoda mit einem Führungsgremium, in dem die drei Markenchefs sitzen. Gleichzeitig soll die Marke VW Pkw stärker dezentral aufgestellt werden. Sie bekommt eine neue Führungsstruktur mit vier Regionschefs, die direkt an VW-Markenchef Herbert Diess berichten werden.

Premiumgeschäft: Es enthält Audi mit seinen italienischen Töchtern Lamborghini Ducati.

Sportwagengeschäft: Darin versammeln sich Porsche mit Bentley und Bugatti, geführt vom neuen VW-Konzern- und Porsche-Chef Matthias Müller.

Nutzfahrzeuge: Hierzu zählen wie gehabt MAN, Scania und die hannoversche Marke VW Nutzfahrzeuge.

Für die Produktion soll es künftig keinen eigenen Konzernvorstand mehr geben. Sie war zuletzt nur kommissarisch von Thomas Ulbrich geführt worden und entfällt mit sofortiger Wirkung. „Auch die Produktion wird künftig verstärkt in den Marken und Regionen eingenständig umgesetzt“, sagte Huber. „Also soll sie auch dort verantwortet werden.“ Es gelte, die Komplexität im Konzern zurückzufahren. Dazu seien bereits Schritte unternommen worden - etwa die Trennung von Konzern- und Markenfunktionen. Die „Entwicklungen der letzten Tage“ hätten die Dringlichkeit des Vorhabens nur bestätigt, so Huber.

Auf Konzernebene sollen gleichzeitig eigene Einheiten gebildet werden, die nach Effizienzen und Zukunftsthemen suchen. Ein eigener Chief Technology Officer soll im Auftrag des Vorstands technische Entwicklungen mitsteuern. Das derzeit besonders in der Krise steckende Geschäft in Nordamerika wird neu strukturiert. Künftig sollen die Märkte USA, Mexiko und Kanada in einer Region gebündelt und gestärkt werden. Ihre Führung wird der bisherige Skoda-Chef Winfried Vahland übernehmen, der dafür VW-Markenvorstand wird.

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Nachfolger für Winterkorn
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