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VW-Chef will Konzernteile verkaufen

Unternehmensbeteiligungen VW-Chef will Konzernteile verkaufen

Volkswagen stellt offenbar große Teile des Konzerns zum Verkauf. Der Autobauer wolle sich von Geschäftsbereichen im Volumen von einem Fünftel des Jahresumsatzes trennen, sagte Vorstandschef Matthias Müller in einem Interview mit dem „Wall Street Journal“.

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VW will sich von Unternehmensbeteiligungen trennen.

Quelle: dpa/Symbolbild

Wolfsburg/Hannover. Bei Gesamterlösen von zuletzt 217 Milliarden Euro entspräche dies mehr als 40 Milliarden Euro. Ein neues Team des Unternehmens sei bereits mit den geplanten Verkäufen mehrerer Bereiche befasst, sagte Müller. Entscheidungen dazu seien aber noch nicht gefallen, betonte am Freitag ein VW-Sprecher in Wolfsburg.

Der Volkswagen-Konzern hat nach Einschätzung des Managements den umfassendsten Umbau seiner Unternehmensgeschichte eingeleitet. Aus dem Autohersteller soll mittelfristig ein Mobilitätsdienstleister werden. Bei der Umstrukturierung der Kernmarke VW werden in Deutschland 23 000 der insgesamt 120 000 Stellen gestrichen. Parallel dazu will der Vorstand auch Geschäftsbereiche abgeben. Bereits seit der Bekanntgabe des Strategieprogramms „Together“ im Sommer 2016 sei klar, dass man das eigene Produktportfolio unter die Lupe nehme, hieß es in Wolfsburg.

Kennen Sie alle Marken des Volkswagen-Konzerns? Das sollten sie über Volkswagen wissen.

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Die Ankündigungen von Vorstandschef Müller stießen gestern dennoch auf Verwunderung bei der Landesregierung und dem Betriebsrat. Bereits Ende Juli, als bereits Spekulationen über einen Verkauf einzelner Sparten die Runde machten, erteilten Arbeitnehmervertreter solchen Überlegungen eine klare Absage: Man werde weder einer Veräußerung des Motorradherstellers Ducati noch des Getriebebauers Renk oder von MAN Diesel & Turbo zustimmen, hieß es. Die MAN-Tochter Renk hat auch einen Standort in Hannover.

„Unsere Position ist hinlänglich bekannt“, sagte ein Sprecher des Konzernbetriebsrats. „An dieser hat und wird sich nichts verändern.“ Die Landesregierung wollte zu dem Vorstoß des VW-Chefs keine Stellung nehmen. Eine Abstimmung mit Ministerpräsident Stephan Weil und Wirtschaftsminister Olaf Lies (beide SPD) soll es nach HAZ-Informationen nicht gegebenen haben.

Volkswagen bleibt trotz des Dieselskandals Niedersachsens wirtschaftsstärkstes Unternehmen. Auf der jährlich erstellten Rangliste rangieren außerdem der Autozulieferer Continental, der Reisekonzern Tui, der Versicherungsriese Talanx sowie der Stahlhersteller Salzgitter. Kennen Sie die übrigen Unternehmen in den Top 50?

Volkswagen bleibt trotz des Dieselskandals Niedersachsens wirtschaftsstärkstes Unternehmen. Auf der jährlich erstellten Rangliste rangieren außerdem der Autozulieferer Continental, der Reisekonzern Tui, der Versicherungsriese Talanx sowie der Stahlhersteller Salzgitter. Nicht mehr in den Top-10-Unternehmen ist hingegen Niedersachsens größte Bank.

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Das „Manager Magazin“ hatte im August berichtet, dass VW-Finanzvorstand Frank Witter den Aufsichtsrat in naher Zukunft über ein ganzes Paket von Töchtern und Vermögenswerten abstimmen lassen wolle, die innerhalb der kommenden vier Jahre zum Verkauf gestellt werden sollen. Auch von einem möglichen Teilbörsengang der Nutzfahrzeugsparte war die Rede.

Investoren fordern schon länger, dass sich der Konzern von größeren Geschäftsbereichen trennen solle – beispielsweise von Volkswagen Trucks oder der Tochter Audi. Vorstandschef Müller sieht sich hier aber nicht unter Druck: „Wir lassen uns von keinem diktieren, welche Entscheidungen wir treffen sollen“, sagte er in dem Interview. Auch was mit den Einnahmen passieren soll, ließ Müller offen. Gerüchte über einen Kauf etwa von Fiat-Chrysler seien reine Spekulation.

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