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00:15 27.09.2014
Von Stefan Winter
Der T6 wird das Gesicht des „Tristar“ tragen. Ob er auch dessen seitliche Gepäckschublade übernimmt, bleibt abzuwarten.Fotos: Dröse (2) Quelle: Rainer Droese
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Hannover

Einen Ausblick auf das Design der sechsten Transporter­generation gibt die Studie „Tristar“ auf der IAA. Unterm Blech ist der T6 eine Weiterentwicklung des aktuellen Modells, eine völlig neue Basis wird erst die siebte Modellgeneration in einigen Jahren bekommen. Gebaut wird der Neue wie sein Vorgänger im Stammwerk Hannover, wo in diesem Jahr mehr als 150 000 Autos vom Band laufen sollen.

VWN stehe eine „unglaublich intensive Zeit“ bevor, sagte Scholz. Ein Jahr nach dem T6 wird Ende 2016 die Produktion des neuen Crafter starten, der ohne den bisherigen Partner Mercedes entwickelt und in einem neuen Werk in Polen gebaut wird. Mit dem Auto hat VWN ehrgeizige Ziele, Varianten könnten auch unter anderen Konzernmarken verkauft werden. Konkretes gibt es dazu aber noch nicht. Anders Nielsen, Lkw-Chef der Konzernschwester MAN, sagte gestern lediglich, man denke auch über gemeinsame Projekte mit den Transporterbauern nach. Auch beim Caddy steht ein Modellwechsel bevor, und der Amarok dürfte ein Facelift bekommen. „Wir werden bis 2017 in einer bisher einmaligen Modelloffensive das gesamte Produktionsprogramm erneuern“, sagte Scholz.

Mit der Einführung des T6 reagiert VWN auch auf den Konkurrenten Mercedes, der gerade seinen Transporter Vito runderneuert hat. „Wir spielen in Europa auf Angriff“, sagte Daimlers Spartenchef Volker Mornhinweg gestern - und zielt damit vor allem auf den Marktführer VW. Außerdem sollen mit dem Vito international neue Märkte erschlossen werden. Der Transporter werde wie schon der größere Sprinter zum „Weltfahrzeug“ entwickelt, sagte Mornhinweg. Im nächsten Jahr soll der Vito in den USA auf den Markt kommen. VWN wirft ebenfalls Blicke über den Atlantik, europäische Fahrzeugkonzepte würden dort beliebter, sagte Scholz. Konkrete US-Pläne haben die Hannoveraner aber noch nicht, die Marke konzentriert sich mit dem T5 bisher weitgehend auf Europa.

Das aktuelle Modell verkaufe sich weiter sehr gut, sagte Scholz. „Die Auftragseingänge sind so stark gestiegen, dass in Hannover die Kapazitätsgrenze erreicht wird.“ In den ersten acht Monaten dieses Jahres seien 108 000 Fahrzeuge der verschiedenen Varianten vom Transporter bis zum Multivan ausgeliefert worden, 6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Caddy schaffte ein Plus von 2,5 Prozent auf 97 300 Autos, der Crafter verbesserte sich um 10 Prozent auf 30 400. Allein der Amarok-Absatz schrumpfte um 15 Prozent auf 50 000 Autos - hier schlage sich die Wirtschaftskrise in Südamerika nieder, sagte Scholz. „Unser gutes Ergebnis wird in Westeuropa erwirtschaftet.“ Insgesamt steigerte VWN den Absatz in den ersten acht Monaten um ein Prozent auf 285 900 Autos - obwohl der angejahrte T2 aus brasilianischer Produktion eingestellt wurde und damit 15 000 Autos fehlen.

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