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Deutschland / Welt „Bei kleinen Bahnhöfen ist sehr viel zu tun“
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt „Bei kleinen Bahnhöfen ist sehr viel zu tun“
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00:19 22.08.2015
Sieht nicht gut aus: Kleinere Bahnhöfe – wie hier der von Paulinenaue (Kreis Havelland) – sind oft verwahrlost. Quelle: dpa
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Berlin

Er verwies darauf, dass die alten Bahnhofsgebäude heute in der Hand verschiedener Eigentümer seien. Viele der heruntergekommenen Bahnhöfe habe die Deutsche Bahn zuvor abgestoßen. „Sie gehören Privatpersonen oder Kommunen, die beim Kauf große Versprechungen gemacht haben. Jahre später ist nichts passiert“, stellte Flege fest. Jetzt müsse die Bahn „damit leben, dass sich auch verwahrloste Bahnhöfe, die ihr gar nicht mehr gehören, schlecht auf ihren Ruf auswirken“.

Die Deutsche Bahn widersprach dieser Einschätzung. Seit Jahren flössen rund 800 Millionen Euro jährlich in die Modernisierung und Instandhaltung kleiner und großer Bahnhöfe. Der bundeseigene Konzern will sich aber von weiteren Empfangsgebäuden trennen. „Unsere Großbahnhöfe sind in einem guten Zustand. Das kommt den meisten Reisenden zugute, denn 80 Prozent unserer Fahrgäste reisen an 20 Prozent unserer Bahnhöfe“, sagte eine Bahnsprecherin am Mittwoch.

„Aber wir arbeiten auch konstant an den mittleren und kleinen Bahnhöfen“, fügte sie hinzu. In diesem und im nächsten Jahr modernisiere die Bahn 600 Bahnhöfe mit mehr als 250 000 Euro pro Station. Die Bahn hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren rund 2000 Empfangsgebäude verkauft. Davon seien 1000 direkt an Kommunen und private Investoren gegangen, 1000 Objekte habe der britische Immobilienfonds Patron Capital erworben. „Eine ganze Reihe dieser Bahnhofsgebäude wurde zwischenzeitlich modernisiert und mit neuem Leben erfüllt“, sagte die Bahnsprecherin, ohne eine Zahl zu nennen.

In Niedersachsen hat die Landesregierung ein Millionenprogramm zur Reaktivierung kleiner Bahnhöfe aufgelegt.

Von Bernd Röder

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