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Verbraucher verklagen Intel wegen Sicherheitslücke

Schwachstelle bei Prozessoren Verbraucher verklagen Intel wegen Sicherheitslücke

Nach der Veröffentlichung der gravierenden Sicherheitslücken „Meltdown“ und „Spectre“ haben erste US-Verbraucher den Chiphersteller Intel verklagt und Wiedergutmachung gefordert. Die Kläger streben eine weitreichende Sammelanklage an.

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Auch Intel-Prozessoren sind von der schwerwiegenden Sicherheitslücke betroffen.

Quelle: dpa

Santa Clara. Im Laufe der Woche wurden zunächst drei Klagen in den Bundesstaaten Kalifornien, Indiana und Oregon eingereicht. Die Kläger pochen auf eine Sammelklage, denen sich weitere Verbraucher anschließen können. Nach dem Verkauf schadhafter Computer-Chips fordern die Kläger eine Wiedergutmachung des Konzerns.

Am 3. Januar wurden die Informationen über die Sicherheitslücken, die von Google-Sicherheitsexperten des sogenannten „Project Zero“, Forschern der TU Graz und der deutschen Sicherheitsfirma Cyberus Technology entdeckt wurden, weltweit veröffentlicht. Durch die Leaks können zumindest theoretisch auf breiter Front Daten abgeschöpft werden. Die Schwachstelle steckt in einem branchenweit angewendeten Verfahren, deswegen sind Prozessoren verschiedenster Hersteller betroffen.

Die Spezialisten demonstrierten, dass es möglich ist, sich Zugang zum Beispiel zu Passwörtern, Krypto-Schlüsseln oder Informationen aus Programmen zu verschaffen. Internationale Tech-Firmen arbeiten mit Hochdruck daran, die seit Jahren bestehende Lücke so gut es geht mit Software-Aktualisierungen zu stopfen. Komplett kann man das Problem nach Ansicht von Experten aber nur durch einen Austausch der Prozessoren beheben.

Forscher skizzierten zwei Angriffsszenarien: Mit „Meltdown“ kann man Daten aus dem Betriebssystem abgreifen, mit „Spectre“ aus anderen Programmen. Die Kläger betonen, dass „Meltdown“ bisher nur auf Intel-Prozessoren nachgewiesen wurde. Sie verweisen darauf, dass Intel bereits seit Monaten über die Schwachstelle Bescheid wusste, und argumentieren, dass sie sich keinen Computer mit Intel-Chip gekauft oder weniger dafür bezahlt hätten, wenn diese Informationen öffentlich gewesen wären. Die Forscher und die Unternehmen hatten die Offenlegung bis Januar zurückgehalten, um in dieser Zeit Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Intel, Microsoft und Apple betonten, dass nach ihren Erkenntnissen die Schwachstelle noch nicht für Angriffe ausgenutzt worden sei.

Von RND/dpa

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