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Verdi ruft Amazonmitarbeiter zum Streik auf

Standort Leipzig Verdi ruft Amazonmitarbeiter zum Streik auf

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten des Online-Versandhändlers Amazon in Leipzig kurzfristig zu einem Streik aufgerufen. Sie forderte die Spätschicht des Standorts am Samstag zu einem Ausstand auf.

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„Arbeiten am Wochenende und in den Abendstunden sollten wirklich auf das absolute Minimum beschränkt werden“, sagte Streikleiter Thomas Schneider.

Quelle: dpa

Leipzig. Mit der Aktion wolle die Gewerkschaft „ein Zeichen setzen“ und dem Konzern deutlich machen, wie wichtig ein Tarifvertrag sei, teilte Verdi mit. Hintergrund ist ein seit Monaten anhaltender Streit um eine Tarifbindung der Amazon-Mitarbeiter. Verdi will für sie Tarifverträge nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels durchsetzen. Amazon bezahlt sie bislang wie Beschäftigte in der Logistikbranche.

„Arbeiten am Wochenende und in den Abendstunden sollten wirklich auf das absolute Minimum beschränkt werden, da die gesundheitlichen und familiären Belastungen für die Beschäftigten besonders groß sind“, erklärte Streikleiter Thomas Schneider.

„Nur ein Tarifvertrag garantiert den Beschäftigten existenzsichernde Einkommen und Arbeitsbedingungen mit Schutzregeln zu Arbeitszeiten, Urlaub oder Pausen“, erklärte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Amazon weigere sich aber weiterhin, das Recht der Beschäftigten auf einen Tarifvertrag anzuerkennen. Der Konzern wolle Einkommen und Arbeitsbedingungen „dauerhaft willkürlich und einseitig“ festlegen.

afp/dpa

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