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Lohnt sich ein Elektroauto überhaupt?

Vergleichstest mit Benziner Lohnt sich ein Elektroauto überhaupt?

Wer ein Elektroauto kauft, soll von Mai an bis zu 4000 Euro Zuschuss bekommen. Um die Nachfrage nach batteriegetriebenen Wagen anzukurbeln, haben Bundesregierung und Autoindustrie bei einem Treffen im Kanzleramt ein Förderpaket geschnürt. Fragen und Antworten zur Kaufprämie – und ein Vergleichstest mit Benzinern.

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Grundpreis 93 500 Euro – Prämie null Euro: Tesla Model S 70D.

Berlin. Es sieht 1,2 Milliarden Euro Kaufprämien vor, die zur Hälfte die Hersteller zahlen. Zum Förderprogramm gehört zudem der Aufbau von 15 000 Stromtankstellen, wie Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte. Sie sollen auch an Supermärkten oder Sportplätzen entstehen. Dafür gibt der Bund von 2017 bis 2020 rund 300 Millionen Euro. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) sagte, damit hoffe man, die Zahl der Elektroautos über die Schwelle von 500 000 zu heben.

Wie sollen die Kaufprämien aussehen?

Das Grundprinzip lautet: fifty-fifty. Für reine E-Autos mit Batterie gibt es 4000 Euro Prämie - also 2000 Euro vom Bund und 2000 Euro vom Hersteller. Insgesamt 3000 Euro sollen es für Hybridautos sein, die per Stecker geladen werden und einen ergänzenden Verbrennungsmotor haben. Generell darf das gewünschte Modell in der Basisversion aber höchstens 60 000 Euro netto nach Listenpreis kosten. „Wer sich einen Porsche Cayenne leisten kann, braucht keine Unterstützung aus Steuergeldern“, sagt SPD-Fraktionsvize Sören Bartol. Luxusautos wie vom US-Hersteller Tesla werden also nicht bezuschusst.

Wie kommen Käufer an die Prämie?

Zunächst muss sich der Hersteller verpflichten, dass er die Hälfte der Prämie zahlt. Zugesagt haben dies Daimler, VW und BMW, deren Konzernchefs im Kanzleramt mitverhandelten. Für die ausländischen Anbieter erklärte ihr Verband, selbstverständlich würden auch sie sich „in angemessener Form“ an der Finanzierung beteiligen. Konkret sollen bis zu 2000 Euro vom Listenpreis abgezogen werden. Dies wird im Kaufvertrag dokumentiert, mit dem der Käufer dann den Zuschuss des Bundes beantragen kann.

Wie viele Kunden können profitieren?

Gezahlt wird, solange Geld im Fördertopf ist. Die 1,2 Milliarden Euro sollen für bis zu 400 000 Autos reichen, wie Verkehrsminister Dobrindt sagte. Dabei gilt das Prinzip: Wer zuerst kommt, bekommt sicher die Prämie. Ist der Topf leer, gibt es keinen Zuschuss mehr. Unabhängig davon soll das Programm spätestens 2019 enden. Um Preisaufschläge zu verhindern, soll es eine Aufstellung der Pkw-Modelle samt Listenpreisen geben.

Welchen Effekt soll die Prämie haben?

Das Kalkül lautet, Elektroautos möglichst schnell über einen Anteil von einem Prozent an der gesamten Flotte zu bringen. Die Regierung verfolgt das Ziel, dass 2020 eine Million E-Autos im Land unterwegs sein sollen. Nach aktuellem Stand gibt es aber nur 33.000 reine „Stromer“ plus 19.000 Stecker-Hybride - bei 45 Millionen Pkw insgesamt.

Lohnt sich ein E-Auto wirtschaftlich?

Der ADAC bleibt in diesem Punkt skeptisch. Sogar mit 4000 Euro Höchstprämie bleibe ein Großteil der E-Modelle bei den Kosten pro Kilometer deutlich teurer als Benziner oder Diesel, heißt es beim Automobil-Club. Die Verbraucherzentralen sehen die Gefahr, dass Hersteller sonst übliche Rabatte streichen.

Vergleich von Elektroautos und Benziner

VW E-Golf

Antrieb: Strom
Leistung: 85 kW
Grundpreis (Liste): 34 900 Euro
Gesamtkosten pro Monat: 657 Euro
Cent pro Kilometer: 52,6

VW Golf Diesel 1.6 TDI BMT

Antrieb: Diesel
Leistung: 81 kW
Grundpreis (Liste): 26 675 Euro
Gesamtkosten pro Monat: 581 Euro
Cent pro Kilometer: 46,5

KIA Soul EV

Antrieb: Strom
Leistung: 81 kW
Grundpreis (Liste): 30 790 Euro
Gesamtkosten pro Monat: 586 Euro
Cent pro Kilometer: 46,9

KIA Soul EV

Antrieb: Benzin
Leistung: 97 kW
Grundpreis (Liste): 22 790 Euro
Gesamtkosten pro Monat: 594 Euro
Cent pro Kilometer: 47,5

BMW i3

Antrieb: Strom
Leistung: 125 kW
Grundpreis (Liste): 34 950 Euro
Gesamtkosten pro Monat: 647 Euro
Cent pro Kilometer: 51,8

Mini Cooper SD

Antrieb: Diesel
Leistung: 125 kW
Grundpreis (Liste): 28 300 Euro
Gesamtkosten pro Monat: 536 Euro
Cent pro Kilometer: 42,9

Toyota Prius 1.8 Plug-in-Hybrid

Antrieb: Plug-in-Hybrid
Leistung: 73 kW
Grundpreis (Liste): 36 550 Euro
Gesamtkosten pro Monat: 636 Euro
Cent pro Kilometer: 50,9

Toyota Auris 1.2 T

Antrieb: Benzin
Leistung: 85 kW
Grundpreis (Liste): 23 540 Euro
Gesamtkosten pro Monat: 582 Euro
Cent pro Kilometer: 46,6

Quelle: ADAC

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