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Verzichtet VW-Vorstand freiwillig auf Boni?

Streit um Prämien Verzichtet VW-Vorstand freiwillig auf Boni?

Das Streitthema Bonuszahlungen bei Volkswagen könnte noch am Dienstag befriedet werden. Der Konzernvorstand will offenbar freiwillig auf einen Teil seiner umstrittenen millionenschweren Prämien verzichten. 

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VW-Vorstand Matthias Müller.

Quelle: dpa

Wolfsburg. Darüber will die Führungsetage tagsüber beraten, hieß es am Morgen aus VW-Kreisen. Ein Vorschlag liege auf dem Tisch. Details wurden nicht bekannt, ein Sprecher in Wolfsburg wollte sich nicht äußern. Mit dem Vorliegen eines entsprechenden Vorstandsbeschlusses könnte die VW-Aufsichtsratsspitze anschließend den Segen der Kontrolleure erteilen. Das sechsköpfige Gremium, das sogenannte Präsidium, kann sich für solche Einzelfragen auch per Telefon- oder Videokonferenz zusammenschalten. Ob eine solche Besprechung zeitnah - womöglich noch am Dienstag - ansteht, blieb zunächst unklar.

Das Präsidium hatte sich am Montag noch nicht auf eine Regelung zu den Vergütungen einigen können. Nach dpa-Informationen befürworten der Betriebsrat, das Land Niedersachsen und die IG Metall wegen des Abgas-Skandals eine Senkung der Sonderzahlungen für den Vorstand.

Mit Spannung wird erwartet, ob der im Abgas-Skandal zurückgetretene Konzernchef Martin Winterkorn ebenfalls bereit ist für einen Bonusverzicht. Laut dem „Handelsblatt“ ist das der Fall. Die Zeitung berichtete am Dienstag entsprechend unter Berufung auf sein Umfeld.

Längere Erfahrung an der VW-Konzernspitze haben nur Einkaufschef Garcia Sanz, Audi-Chef Rupert Stadler, China-Vorstand Jochem Heizmann und der Winterkorn-Nachfolger Matthias Müller, der zuvor in seiner Funktion als Porsche-Chef auch im Wolfsburger Konzernvorstand saß.

So setzen sich die Gehälter der VW-Manager zusammen

Die Vorstände von Volkswagen verdienen Millionen: Für das Jahr 2014 schüttete das Unternehmen knapp 70 Millionen Euro an das Topmanagement aus. Spitzenverdiener war der frühere Konzernchef Martin Winterkorn mit knapp 15,9 Millionen Euro – nur 1,92 Millionen Euro als Festgehalt. „Die Höhe der Vorstandsvergütung soll im nationalen und internationalen Vergleich angemessen und attraktiv sein“, heißt es im Geschäftsbericht für 2014. Die Bezahlung wird jedes Jahr neu berechnet und hängt von etlichen Faktoren ab. Kriterien sind die Aufgaben und Leistung des Managers sowie der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens. Die Gehälter bestehen aus folgenden Komponenten:

Fester Sockelbetrag: In den Grundbetrag fließen auch Vergütungen für die Übernahme weiterer Ämter im Konzern, Sachzuwendungen und Leistungen wie Dienstwagen ein. Der feste Sockel ist im Verhältnis zu den variablen Gehaltsbestandteilen gering und vertraglich fixiert.

Langfristiger Anreiz: Der „Long Term Incentive“ (LTI) liegt meist über dem Grundgehalt und ist erfolgsabhängig. Dabei spielen – bezogen auf vier Jahre – die Absatz- und Renditeentwicklung sowie die Zufriedenheit von Kunden und Mitarbeitern bei der Berechnung eine Rolle.

Boni: Die zweite variable Kategorie sind die Boni. „Der Bonus honoriert eine positive Geschäftsentwicklung des Volkswagen-Konzerns“, heißt es im Geschäftsbericht. Maßgeblich für die Zahlung ist das operative Ergebnis der vergangenen zwei Jahre. Dieses Geld fließt nur, wenn VW mindestens einen Betriebsgewinn von 5 Milliarden Euro erzielt.

Ruhegehalt: Die Altersbezüge richten sich prozentual nach der Grundvergütung und wachsen mit der Dauer der Firmenzugehörigkeit. Den Vorständen steht im Fall einer regulären Beendigung ihrer Tätigkeit ein Ruhegehalt inklusive Hinterbliebenenversorgung und für die Dauer des Ruhegehaltes die Nutzung von Dienstwagen zu. Die Leistungen werden mit Vollendung des 63. Lebensjahres ausgezahlt beziehungsweise zur Verfügung gestellt.

Von Heiko Lossie, Andreas Hoenig und Lars Ruzic

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