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VW ruft 1,2 Millionen Autos zurück

Jetta, Beetle und Sagitar betroffen VW ruft 1,2 Millionen Autos zurück

Wegen Problemen mit der Hinterachse hat Volkswagen in den USA und China mehr als 1,1 Millionen Autos zurückgerufen. Betroffen sind die Modelle VW Jetta, VW Beetle und VW Sagitar. Auch für Deutschland ist ein Rückruf von Volkswagen geplant - allerdings in kleinerem Umfang.

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Das Problem, das VW zur großen Rückrufaktion bringt, befindet am sogenannten Koppellenker – eines der Bauteile, die die Achse führen. Laut VW liegt kein Materialfehler vor- Das Problem trete lediglich bei Vorschäden, etwa bei einem Heckaufprall, auf.

Quelle: dpa (Symbolfoto)

Peking/Hannover. Volkswagen ruft wegen Problemen mit Hinterachsen weltweit fast 1,2 Millionen Autos zurück. Allein in China müssten fast 564.000 Sagitar-Modelle in die Werkstätten beordert werden, teilte die dortige Qualitätsbehörde mit. Zusätzlich sollen ebenfalls wegen Achsproblemen mehr als 17 000 importierte Beetle überprüft werden. In den USA seien mehr als 442 000 und in Kanada 126 000 Fahrzeuge betroffen, gab der Autobauer bekannt. Dort müssen Jetta und Beetle in die Werkstätten. In Deutschland sollten 15.500 Autos zurückgerufen werden, sagte ein VW-Sprecher.

VW betonte jedoch, dass kein Materialfehler vorliege. Das Problem am sogenannten Koppellenker – eines der Bauteile, die die Achse führen – trete lediglich bei Vorschäden, etwa bei einem Heckaufprall, auf. Wegen der Sorgen der Behörden würden die Fahrzeuge mit dem entsprechenden Bauteil zurückgerufen. Es werde aber keine neue Achse montiert, sondern im Falle eines Schadens verbauten die Werkstätten identische, aber unbeschädigte Teile.

Zu den in Deutschland vom Rückruf betroffenen Autos zählten der VW Beetle mit den kleineren Motorisierungen und der Jetta, sagte der Sprecher. Um Autofahrer bei Schäden an der Achse zu warnen, werde von 2015 an ein zusätzliches Blech verbaut, das im Schadensfall laut und vernehmlich klappere.

Der chinesische Markt entscheidet  maßgeblich über Wohl und Wehe beim VW-Absatz: Von den in den ersten drei Quartalen ausgelieferten 7,4 Millionen Personenwagen und leichten Nutzfahrzeugen entfiel mehr als ein Drittel auf China. Erst vor Kurzem hatte der VW-Konzern sein Gemeinschaftsunternehmen mit FAW auf dem inzwischen weltgrößten Automarkt China nach gut 20-jähriger Kooperation bis 2041 verlängert. Volkswagen ist in China mit zwei Joint-Venture-Partnern tätig – neben FAW auch noch mit SAIC. Ein örtlicher Partner ist in China Vorschrift.

Europäischer Markt wächst: Dem europäischen Automarkt ist im September trotz aller Konjunktursorgen noch nicht die Puste ausgegangen. Zum Anstieg der Neuzulassungen gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,1 Prozent auf
1,27 Millionen Fahrzeuge trugen allerdings auch mehrere Sonderfaktoren bei, wie die Herstellerverbände ACEA und VDA am Freitag erklärten. So hatte der September einen Verkaufstag mehr als der August. In Spanien kurbelte die Abwrackprämie die Verkaufszahlen weiter an – um 26 Prozent. Es war der achte zweistellige Anstieg in Folge. Die Neuzulassungen in Deutschland erhöhten sich um 2,9 Prozent. In Frankreich lag das Plus bei 2,1 Prozent.

Von Stephan Scheuer

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