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VW: Noch keine Infos zu betroffenen Modellen

Abgas-Skandal VW: Noch keine Infos zu betroffenen Modellen

In Wolfsburg tagt das Präsidium des VW-Aufsichtsrates, um über Konsequenzen aus dem Abgas-Skandal zu beraten. Am Morgen ist die VW-Aktie weiter abgestürzt, erholte sich aber später wieder. Der Konzern teilte mit, dass er noch keine Informationen über betroffene Modelle habe.

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Quelle: dpa

Wolfsburg. Volkswagen hat über eine Rückrufaktion für die von der Abgas-Affäre betroffenen Dieselwagen noch nicht entschieden - genaue Informationen über die fraglichen Modelle gibt es bisher nicht. "Soweit sind wir noch nicht, wir kennen ja erst seit gestern die Zahl", sagte am Mittwoch ein Konzernsprecher. Der Skandal um manipulierten Messungen bei Dieselfahrzeugen betrifft nach Konzernangaben weltweit insgesamt rund elf Millionen Fahrzeuge mit Motoren vom Typ EA 189. Fragen nach den im Einzelnen betroffenen Modellen blieben zunächst unbeantwortet.

Präsidium des Aufsichtsrates tagt

Im Diesel-Skandal bei Volkswagen suchen die obersten Aufseher von Europas größtem Autokonzern einen Weg aus der tiefen Vertrauenskrise. Das fünfköpfige Präsidium des Aufsichtsrats traf sich am Mittwoch in Wolfsburg, um über Konsequenzen aus der Affäre zu beraten. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen. Der genaue Ort der Zusammenkunft blieb zunächst geheim, nach dpa-Informationen findet sie auf dem Werksgelände statt.

An der Sitzung nehmen der Interimsvorsitzende des Präsidiums, Berthold Huber, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), Großaktionärs-Vertreter Wolfgang Porsche sowie Betriebsratschef Bernd Osterloh und dessen Stellvertreter Stephan Wolf teil. Inzwischen ist auch Vorstandschef Martin Winterkorn dazugekommen.

Im Mittelpunkt stehen personelle Konsequenzen aus der Affäre um manipulierte Messungen beim Schadstoffausstoß von Dieselmotoren. Dabei geht es auch um die berufliche Zukunft von VW-Vorstandschef Martin Winterkorn. Dieser steht infolge des Skandals, der nach Konzernangaben rund elf Millionen Fahrzeuge betrifft, massiv unter Druck. Die für diesen Freitag geplante vorzeitige Verlängerung des Vertrags für den bestbezahlten Dax-Manager ist nach wie vor ungewiss.

Warnung vor Imageschaden für deutsche Autoindustrie

Auch am Mittwoch mehrten sich Stimmen, die vor einer Ausweitung des Image-Schadens bei VW auf die gesamte deutsche Exportindustrie warnen. Der Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Anton Börner, ermahnte Volkswagen, die versprochene Aufklärung rasch umzusetzen. "Davon hängt auch ab, ob ein Kollateralschaden für das Image deutscher Produkte entsteht", sagte er der "Bild"-Zeitung. Anlass zu übertriebenen Befürchtungen gebe es aber noch nicht: Der Erfolg der "hervorragenden Produkte tausender Firmen (...) hängt Gott sei Dank nicht von einem einzigen Unternehmen ab. Wir sollten da mal die Kirche im Dorf lassen."

Am Mittwochmorgen hatte sich der Abwärtstrend der vergangenen Tage für VW an der Frankfurter Börse zunächst fortgesetzt. Die Vorzugspapiere der Wolfsburger notierten im Handelsverlauf dann aber wieder leicht im Plus. Ihr Kurs hatte am Montag und Dienstag rund ein Drittel eingebüßt.

Staatsanwaltschaft Braunschweig prüft Ermittlungen

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig prüft die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen VW. Im Fokus der Vorermittlungen stünden mögliche rechtliche Schritte gegen dafür verantwortliche Mitarbeiter der Volkswagen AG, teilte die Behörde am Mittwoch in Braunschweig mit. Anlass dafür seien auch bereits bei der Staatsanwaltschaft eingegangene Strafanzeigen von Bürgern. Darüber hatte zuvor auch das niedersächsische Justizministerium informiert und betont, das weder zum Umfang noch zu den in den Anzeigen formulierten Vorwürfen Auskünfte möglich seien.

dpa

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Angesichts der Affäre um Abgasmanipulationen tritt Volkswagenchef Martin Winterkorn zurück. Als Vorstandsvorsitzender übernehme er die Verantwortung für die bekannt gewordenen Unregelmäßigkeiten bei Dieselmotoren, erklärte Winterkorn am Mittwoch in Wolfsburg. 

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