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Neuer Streit um VW-Sparkurs

Betriebsratsvorstoß Neuer Streit um VW-Sparkurs

Bei Volkswagen geht der Streit zwischen Betriebsrat und Vorstand über den künftigen Kurs des Konzerns in eine neue Runde. Drei Monate nach der Unterschrift unter den sogenannten Zukunftspakt haben die Arbeitnehmervertreter die Zusammenarbeit bei mehreren Projekten aufgekündigt.

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Bei VW in Wolfsburg herrscht Unruhe: Vertreter der Belegschaft beklagen, dass sich der Konzern nicht an Vereinbarungen halte. Fotos: dpa (3)

Quelle: Sebastian Gollnow

Hannover. Das Management des Autobauers unterlaufe die Vereinbarungen und setzte auf „Konfrontation anstatt auf Konsens“, heißt es in einem Brief an Personalvorstand Karlheinz Blessing und VW-Markenvorstand Herbert Diess, der der HAZ vorliegt. Neben Betriebsratschef Bernd Osterloh haben neun weitere Arbeitnehmervertreter aus Wolfsburg unterschrieben.

Erst im November hatten sich beide Seiten nach monatelangen Verhandlungen auf einen tief greifenden Umbau der Marke VW geeinigt. Um diese profitabler zu machen, sollen weltweit 30.000 Arbeitsplätze wegfallen, 23.000 davon an den deutschen Standorten - das ist jede fünfte Stelle. Betriebsbedingte Kündigungen sind ausgeschlossen. Bis 2020 will VW die Kosten um 3 Milliarden Euro senken. Im Zuge des Umbaus soll Volkswagen bis zum Jahr 2025 zum Weltmarktführer bei Elektroautos werden - in diesem Bereich will der Konzern 9000 neue Arbeitsplätze schaffen.

Vertrauen gestört

Nach Einschätzung des Betriebsrates versucht das Management, den Personalabbau schneller voranzutreiben als vereinbart. „Kaum ist die Tinte unter den Verträgen trocken, wird hier seitens des Markenvorstands eklatant gegen Vereinbarungen und Geist des Zukunftspaktes verstoßen“, sagte ein Sprecher der Arbeitnehmervertretung. „Damit ist die Vertrauensbasis, die es zur Umsetzung des Zukunftspaktes braucht, schwer vom Vorstand beschädigt worden.“

Die Betriebsräte untermauern ihre Vorwürfe mit einer Reihe von Beispielen. So versuche der Vorstand, Zeitarbeitskräfte und befristet Beschäftigte schneller loszuwerden als im Zukunftspakt beschlossen. Zudem werde der konzerninterne Wechsel von Mitarbeitern auf freie Stellen erschwert - überdies fielen Leistungsbeurteilungen schlechter aus, um Geld zu sparen, heißt es in dem Schreiben. Die Arbeitnehmervertreter fordern eine schriftliche Erklärung des Vorstandes bis zum 13. Februar.

VWN nicht betroffen

Die Konzernführung zeigte sich gestern unbeeindruckt von dem Ultimatum. „Der Zukunftspakt wird erfolgreich umgesetzt“, sagte ein Unternehmenssprecher. „Davon sind wir unverändert fest überzeugt.“ Auf dem Weg werde es auch Diskussionen mit unterschiedlichen Positionen geben, diese werde man aber gemeinsam klären.

VW Nutzfahrzeuge ist von dem Streit nicht betroffen. Die „Vereinbarung für Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit“ für den Standort Stöcken, die den Abbau von 1500 Stellen vorsieht, stehe nicht zur Disposition, hieß es aus Arbeitnehmerkreisen. An der Umsetzung arbeite man in Ruhe: „Hier gibt es keine Eskalation.“

Treffen mit
 Wladimir Putin

VW-Chef Matthias Müller hat bei einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin das Engagement des größten deutschen Autobauers in Russland bekräftigt. Der Agentur Tass zufolge verwies Müller darauf, dass VW insgesamt mehr als 1,85 Milliarden Euro in Russland investiert habe. Trotz der Krise auf dem russischen Markt habe Volkswagen 2015 etwa ein neues Motorenwerk in Kaluga südlich von Moskau eröffnet. Putin sagte Volkswagen Unterstützung zu: „Wir sind bereit, mit Ihnen vorhandene Fragen zu besprechen, um Ihnen zu helfen, sich auf unserem Markt zu entwickeln.“

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