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Deutschland / Welt Oldtimer-Rallye und Luxushotel auf Staatskosten?
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16:16 09.08.2018
Mautbetreiber Toll Collect in Berlin: Es gibt Fragen zur Abrechnung. Quelle: dpa
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Berlin

Der Mautbetreiber Toll Collect steht erneut in der Kritik. Das Konsortium, das derzeit noch überwiegend Daimler und der Telekom gehört, soll dem Bund vertragswidrig Marketingkosten in Rechnung gestellt haben. Offenbar wollte sich Toll Collect Ausgaben für die Oldtimer-Rallye „Hamburg-Berlin-Klassik“, ein Vorstandstreffen in dem Brandenburger Luxushotel „Zur Bleiche“ sowie die Unterstützung eines Berliner Kinderheims erstatten lassen. Das berichten der NDR und „Die Zeit“ – sie berufen sich auf vertrauliche Dokumente.

Schon Ende 2017 bekam das Bundesverkehrsministerium ein Gutachten der beauftragten Wirtschaftsprüfungsfirma Mazars, wonach Toll Collect schon seit 2005 allein in den drei untersuchten Geschäftsjahren insgesamt rund 300 Millionen Euro zu viel kassiert haben soll.

Das Verkehrsministerium erklärte am Donnerstag, das Prüfungssystem des Bundes habe zu 100 Prozent funktioniert. „Strittige Ausgaben im Marketingbereich, die Toll Collect zur Abrechnung vorgelegt hat, wurden vom dafür zuständigen Bundesamt für Güterverkehr geprüft, abgelehnt und nicht bezahlt.“

Toll Collect verwies auf Anfrage auf den Betreibervertrag. Aufwendungen, die dort nicht beschrieben und geregelt seien, „wurden und werden durch den Auftraggeber nicht vergütet“.

Der laufende Betreibervertrag des Bundes mit Toll Collect endet am 31. August. Dann sollen die Anteile für sechs Monate an den Bund gehen. Noch in diesem Jahr soll ein neuer Betreiber den Zuschlag bekommen, der ab 1. März 2019 den Betrieb übernimmt.

Von Thomas Wüpper und Sascha Meyer

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