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Deutschland / Welt Kommt jetzt endlich stabiles Internet in der Bahn?
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Kommt jetzt endlich stabiles Internet in der Bahn?
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19:10 29.11.2016
In den ICE-Zügen der Deutschen Bahn soll ein stabiler Internetzugang vom 1. Januar an überall Standard sein. Quelle: dpa
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Berlin

In den ICE-Zügen der Deutschen Bahn soll ein stabiler Internetzugang vom 1. Januar an überall Standard sein - auch in der 2. Klasse. Das Unternehmen erläuterte am Dienstag die Details der technischen Aufrüstung.

Was macht die Bahn anders als bisher?

Sie stattet die drahtlosen Funknetze (WLAN) ihrer rund 250 ICE derzeit mit einer modernen Technik der schwedischen Firma Icomera aus. Dabei werden alle Mobilfunknetze an einer Bahnstrecke genutzt. Die Steuerung greift auf die jeweils schnellsten Netze (LTE, UMTS) zu und kann die Kapazitäten mehrerer Netzbetreiber bündeln. Bislang wurde nur das Telekom-Netz angezapft.

Worin bestehen die Probleme bei der Datenverbindung aus einem Zug?

Der schnelle Wechsel der Funknetze bei bis zu Tempo 300 mit bis zu 800 Fahrgästen pro ICE, die ins Internet wollen, ist eine große Herausforderung. Das neue System verteilt die vorhandene Bandbreite möglichst gerecht auf alle Passagiere. Fahrgäste der 1. Klasse haben einen kleinen Tempo-Vorteil beim Surfen.

Wie schnell und wie lange kann man das Internet nutzen?

In der 2. Klasse liegt die Datenrate laut Bahn bei knapp unter einem Megabit pro Sekunde, in der 1. Klasse bei mehr als einem Megabit pro Sekunde. Für Fahrgäste der 2. Klasse gilt ein Daten­limit von 200 Megabyte (MB) pro Tag und Gerät - in der 1. Klasse nicht.

Was ist damit möglich?

Mit dieser Datenmenge lassen sich bei einer mehrstündigen Fahrt problemlos E-Mails auch mit Anhängen senden und empfangen, man kann chatten und Seiten im Internet aufrufen. Wer sich allerdings Videos ansieht, hat das Limit schon nach einigen Minuten erreicht. Dann wird die Verbindung langsamer.

Was kann den Internetnutzer ausbremsen?

Insgesamt soll der Internetzugang im ICE „deutlich schneller und stabiler“ werden als bisher, verspricht die Bahn. Es gilt aber auch: Je mehr Geräte am zuginternen WLAN hängen, desto geringer die Bandbreite für jeden Einzelnen. Außerdem sind die Mobilfunknetze entlang der ICE-Trassen unterschiedlich stark. Zehn Megabit pro Sekunde sieht die Bahn als minimale Bandbreite an, um allen Fahrgästen noch eine halbwegs komfortable Internetverbindung ermöglichen zu können. An 15 Prozent der ICE-Strecken werde das jedoch auch mit der neuen Technik nicht erreicht. Auf diesen Abschnitten kann eine Verbindung abreißen.

Wie weit ist die Bahn mit der Umrüstung?

Die neue WLAN-Technik ist nach Angaben der Bahn bereits in 90 Prozent der 250 ICE-Züge eingebaut, bis Jahresende sollen alle Züge der Flotte umgerüstet sein.

Was ändert sich beim Telefonieren?

Der Abbruch von Telefonaten in ICE und Intercitys soll bald die Ausnahme sein. Dafür installiert die Bahn in 3750 ICE- und Intercity-Wagen - dem Großteil ihrer Flotte - neue Signalverstärker (Repeater) für den Mobilfunk.

Durchatmen bei allen Telekom-Kunden: Im Laufe des Dienstags sollen alle Probleme behoben sein. Die Cyberattacke auf die Router sei schlecht vorbereitet gewesen, heißt es vom Unternehmen. Es hätte noch viel schlimmer kommen können.

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