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Deutschland / Welt Warnstreik beendet – Zugverkehr rollt langsam wieder an
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Warnstreik beendet – Zugverkehr rollt langsam wieder an
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14:04 10.12.2018
Züge stehen im Hauptbahnhof Köln an einem Bahnsteig. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat nach abgebrochenen Tarifgesprächen zu einem bundesweiten Warnstreik aufgerufen. Quelle: Henning Kaiser/dpa
München

Nach einem mehrstündigen Warnstreik rollt der Zugverkehr in Berlin und Brandenburg nach und nach wieder an. Bis die S-Bahnen und Regionalzüge wieder nach Plan fahren, kann es aber dauern. „Wir gehen davon aus, dass es bis zum Nachmittag dauert“, sagte ein Bahnsprecher am Montag.

Die Deutsche Bahn hatte am Morgen wegen des Warnstreiks bundesweit den Fernverkehr eingestellt. Die Einstellung sollte zunächst bis zum offiziell angekündigten Ende des Ausstands um 9 Uhr andauern. Darüber hinaus sollte es aber während des gesamten Tages zu massiven Einschränkungen im bundesweiten Fernverkehr kommen, sagte ein Bahn-Sprecher.

Er empfahl Reisenden dringend, ihre Reisen auf den Dienstag zu verschieben. Alle Tickets behielten ihre Gültigkeit, Zugbindungen seien aufgehoben – auch für den Dienstag.

Gesamter Zugverkehr in Bayern eingestellt

In Bayern fuhr wegen des Warnstreiks kein Zug mehr. Ein Zugverkehr sei aufgrund des Streiks dort derzeit nicht möglich, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am frühen Montagmorgen.

Auch der Verkehr auf mehreren Nahverkehrsstrecken in Baden-Württemberg war beeinträchtigt. „In Karlsruhe kann es aufgrund des Streiks zu langen Verzögerungen bei der Bereitstellung von Zügen kommen“, sagte ein Sprecher. Besonders betroffen seien Strecken über den Bahn-Knotenpunkt Mannheim. Auswirkungen seien über die Landesgrenze hinaus zu spüren. „Viele Züge enden vorzeitig, da der Bahnverkehr in Bayern momentan komplett eingestellt ist“, hieß es weiter.

In Berlin fielen ab 6 Uhr alle S-Bahnen aus, hieß es von der Deutschen Bahn.

Warnstreik von 5 bis 9 Uhr

Der Warnstreik war von 5 bis 9 Uhr angekündigt. Doch erst am frühen Nachmittag sei eine Rückkehr zum normalen Fahrplan zu erwarten, sagte ein Sprecher der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). „Wenn der Fahrplan erst einmal durcheinander ist, dauert das eine Weile, bis alles wieder läuft.“

Der Grund des Warnstreiks: Die Gewerkschaft will damit im Tarifkonflikt mit der Bahn ihre Forderungen durchsetzen. Am Samstag hatte die EVG die Tarifverhandlungen für rund 160.000 Beschäftigte abgebrochen. Bei der Lohnerhöhung war der Konzern der Gewerkschaft aus deren Sicht nicht weit genug entgegengekommen.

+++ Warnstreiks bei der Deutschen Bahn: Das müssen Bahnfahrer jetzt wissen

Von RND/dpa