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VW verschiebt die Hauptversammlung

Wegen Abgas-Skandal VW verschiebt die Hauptversammlung

Volkswagen verschiebt seine Hauptversammlung und die Vorlage seines Jahresabschlusses. Grund ist der Abgas-Skandal. Für die ursprünglich für März und April anberaumten Termine werde es "zeitnah" neue Daten geben, teilte die Volkswagen AG am Freitag in Wolfsburg mit.

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Volkswagen muss infolge des Abgas-Skandals seine Hauptversammlung verschieben.

Quelle: dpa/Archiv

Wolfsburg. Weil die finanziellen Folgen des Abgas-Skandals noch nicht klar sind, kann VW die Bilanz für 2015 nicht wie geplant am 10. März vorlegen. Auch die Hauptversammlung, auf der am 21. April in Hannover alle Aktionärsfragen umfassend beantwortet werden sollten, wird verschoben. In Konzernkreisen rechnet man mit vier bis sechs Wochen Verzögerung. Die Hauptversammlung werde „nach jetzigem Stand“ weiter in Hannover stattfinden. Aufklärung zu den Hintergründen der Abgasmanipulationen soll es weiterhin in der zweiten Aprilhälfte geben.

Die Verschiebung sei „völlig unüblich“, sagte Nord/LB-Analyst Frank Schwope, „in dieser Lage aber nachvollziehbar“. Die Börse reagierte nach kurzer Irritation sogar positiv, der Kurs stieg um mehr als 2 Prozent. In Konzernkreisen dämpfte man den Schreck über die Nachricht mit Hinweisen auf die nächsten Jahre: Möglichst viele Lasten sollen offenbar im Jahresabschluss 2015 verarbeitet werden. Das könnte zwar für das vergangene Jahr ein noch schlechteres Ergebnis bedeuten, brächte aber „mehr Klarheit für 2016 und 2017“, hieß es.

Dafür muss VW aber selbst Klarheit über das weitere Vorgehen in den USA haben. „Das US-Thema spielt eine wichtige Rolle“, hieß es lediglich, offiziell wird nur von „offenen Fragestellungen“ und „daraus resultierenden Bewertungsfragen“ gesprochen. Die mehrmals überarbeiteten Vorschläge des Konzerns zur Entschädigung der Kunden und Nachbesserung der Autos dort sind von der Umweltbehörde Epa immer noch nicht genehmigt worden. Doch erst wenn das geschehen ist, kennt Volkswagen die Kosten im US-Markt und kann das entsprechende Geld in der Bilanz 2015 beiseitelegen.

Bisher wurden 6,7 Milliarden Euro für die Bereinigung von „Dieselgate“ zurückgestellt. Konzernchef Matthias Müller hatte allerdings schon erklärt, dass es damit wohl nicht getan sein werde. Der Konzern hatte wegen dieser Sonderlasten erstmals seit Jahrzehnten im dritten Quartal Verlust gemacht. Käme noch eine größere Belastung hinzu, dürfte auch vom Jahresgewinn nicht mehr viel übrig bleiben.

Lichtblick bei Transportern: Anders als VW Pkw ist die hannoversche Tochter VW Nutzfahrzeuge gut ins Jahr gestartet. Vor allem dank der Markterholung in Frankreich, Spanien und Italien lag der Absatz im Januar mit 31 200 Autos um 2,1 Prozent höher als vor einem Jahr.     

 

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