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Weniger Zusatzrente für Bankangestellte

Kürzungen Weniger Zusatzrente für Bankangestellte

Die extremen Niedrigzinsen am Kapitalmarkt treffen nun auch viele Mitarbeiter von Finanzunternehmen ganz direkt. Die Pensionskasse Versicherungsverein des Bankgewerbes (BVV) will künftige Rentenleistungen um fast ein Viertel kürzen. Darüber sollen die Mitglieder am Freitag nächster Woche abstimmen.

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Bankangestellte sollen künftig weniger Zusatzrente bekommen.

Quelle: Archiv

Hannover. Die Entscheidung des BVV hat Signalwirkung - schließlich sieht er sich gemessen an seinen Kapitalanlagen von 26 Milliarden Euro als größte deutsche Pensionskasse. Etwa 760 Unternehmen aus dem Finanzbereich sind angeschlossen. Mit über 350.000 Versicherten und 100.000 Rentnern hat er hierzulande fast eine Monopolstellung in der betrieblichen Altersvorsorge der Banken und verwandter Branchen.

Wie alle anderen Lebens- und Rentenversicherer stöhnen die deutschen Pensionskassen unter dem jahrelangen und immer stärker ausgeprägten Renditetief am Kapitalmarkt. Mittlerweile sind sogar für zehnjährige Bundesanleihen die Renditen unter null gesunken. Die geplante Kürzung sei eine Folge des „bislang nicht gekannten außerordentlich niedrigen Zinsniveaus“, schreibt der BVV zur Erläuterung des Tagesordnungspunktes.

Betroffen sind alle Verträge, die bis zum 31. Dezember 2004 abgeschlossen wurden und damit noch mit einem Rechnungszins von 4 Prozent kalkuliert sind. Auf diese entfallen nach Unternehmensangaben etwa zwei Drittel der jährlichen Beitragseinnahmen von zuletzt 574 Millionen Euro. Für diese Verträge sollen aber nur die Zinsverpflichtungen aus künftigen Beitragszahlungen reduziert werden - die bislang schon gebildeten Ansprüche werden nicht angetastet. Wie ein BVV-Sprecher erläutert, erwirbt ein Versicherter bislang für 100 Euro Monatsbeitrag einen Rentenanspruch von 11,45 Euro. Vom 1. Januar 2017 an sind es nur noch 8,70 Euro, dies ist ein Minus von 24 Prozent.

Allerdings ist dafür eine Drei-Viertel-Mehrheit auf der Mitgliederversammlung erforderlich, die sich aus Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern zusammensetzt. Der BVV-Sprecher sieht auch bei den Bankmitarbeitern ein gewisses Verständnis für den Schritt. „Sie sehen doch selbst jeden Tag, was am Markt los ist.“

Nach den Zahlen der Aufsichtsbehörde Bafin gibt es in Deutschland rund 140 Pensionskassen, ihre Größe reicht von einigen Tausend bis zu mehr als einer halben Million Versicherten. Erst vor etwa einem Monat hatte der für Versicherungen zuständige Bafin-Direktor Frank Grund mit Blick auf das Zins­niveau vor Zahlungsschwierigkeiten gewarnt: „Möglicher­weise können daher bald einzelne Pensions­kassen nicht mehr aus eigener Kraft ihre Leistungen in voller Höhe erbringen.“ Pensions­kassen seien noch stärker vom Mini-Zins­niveau getroffen als Lebens­versicherungen, da sie im Gegensatz zu diesen fast ausschließ­lich Verträge im Bestand hätten, die eine lebens­lange Rentenzahlung an die Versicherten vorsehen.

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