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Warum war die Einsicht in tausende Konten möglich?

Comdirect-Datenpanne Warum war die Einsicht in tausende Konten möglich?

Es ist eine Horrorvorstellung für viele Kunden: Ein Fremder schaut plötzlich auf das eigene Bankkonto. Das ist nun bei der Comdirect passiert - wegen einer technischen Panne. Was hat das für Konsequenzen für die Kunden der Bank? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

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Laut Comdirect war die Datenpanne nach einer routinemäßigen Software-Einspielung in der Nacht zu Montag aufgetreten.

Quelle: dpa

Berlin . Bei der Online-Bank Comdirect ist es am Montag zu einer schwerwiegenden Datenpanne gekommen. Comdirect bestätigte "technische Probleme, bedingt durch eine Software-Einspielung". Demnach hatten Kunden nach dem Einloggen Einsicht in die Konten anderer Kunden. Nach einem Software-Update am Vormittag sollte das Datenleck laut Comdirect wieder geschlossen sein.

Was ist passiert?

Ein Sprecher der Bank bestätigte, dass es technische Schwierigkeiten gab. Wie das "Handelsblatt" berichtete, landete am Montagmorgen ein Kunde der Comdirect-Bank nach dem Einloggen überraschend auf dem Konto eines anderen Kunden. Demnach loggte sich der Mann mehrfach aus und wieder ein - und hatte immer wieder auf verschiedene Konten Zugriff. Ein Redakteur der Zeitung habe den Fehler rekonstruieren können und Einsicht auf ein Konto mit mehr als 50.000 Euro Guthaben auf Giro- und Tagesgeldkonto bekommen.

Unter anderem war es demnach möglich, auch Kontoauszüge aufzurufen. Auch mehrere Leser von "Heise Online" hätten die massive Sicherheitslücke bestätigt, berichtet das IT-Fach-Portal. Comdirect betonte, nach bisherigem Kenntnisstand sei es jedoch nicht möglich gewesen, die fremden Daten zu manipulieren. "Das Kundenvermögen blieb zu jeder Zeit beim Kunden", sagte ein Sprecher.

Wie viele Nutzer sind betroffen?

Nach Angaben des Comdirect-Sprechers waren von der Panne "einige tausend Kunden" betroffen. Die Commerzbank-Tochter mit Sitz in Quickborn hat rund 2 Millionen Kunden. Die Betroffenen sollen "unverzüglich angeschrieben werden". Über ihre Facebook-Seite kündigte die Bank an, ihre Kunden auf dem Laufenden zu halten, bis zum Nachmittag gab es jedoch keine weiteren Einträge.

Wie konnte es zum aktuellen Sicherheitsleck kommen?

Laut Comdirect war die Datenpanne nach einer routinemäßigen Software-Einspielung in der Nacht zu Montag aufgetreten. Weitere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt. Nach einem Neustart war die Website am Vormittag teilweise nur eingeschränkt erreichbar, danach seien die Probleme behoben gewesen, sagte der Sprecher. "Heise Online" berichtete unter Berufung auf eine interne Quelle, dass möglicherweise ein Datenbank-Fehler der Auslöser war. Das bestätigte der Sprecher jedoch nicht. Die Fehleranalyse laufe noch, sagte er.

Ist die Datenpanne ein Einzelfall?

Die Panne bei Comdirect ist kein Einzelfall. Erst Anfang Juni war es bei der Deutschen Bank zu einer massiven IT-Panne gekommen. Rund 2,9 Millionen Konten waren davon betroffen. Dabei wurden Abbuchungen und Einzahlungen teils doppelt angezeigt. Die Kontostände wurden dadurch höher angezeigt oder rutschten ins Minus. Insgesamt waren mehr als 13 Millionen Buchungen betroffen. Ursache war laut Deutscher Bank ein Verarbeitungsproblem, das fehlerhaft korrigiert wurde.

Auch bei der DHL kam es zuletzt zu einer Sicherheitslücke, über die sich fremde Paketfächer kapern ließen. Ursache war, dass das Unternehmen die für die Abholung nötige mTAN nicht mehr per SMS an das Telefon des Kunden schickte, sonder sie alternativ auch in der App anzeigte. Dadurch konnten Fremde sich auch ohne Zugriff auf das Handy des jeweiligen Kunden einfacher Zugang zum Code verschaffen.

dpa

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