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Deutschland / Welt Wieviel Geld war im abgestürzten Flugzeug?
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13:46 15.07.2016
Bei einem Flugzeugabsturz über Slowenien ist der Unister-Gründer und Mehrheitseigentümer Thomas Wagner am Donnerstag ums Leben gekommen. War eine hohe Geldsumme an Bord? Quelle: dpa
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Leipzig

Am Tag nach dem Absturz eines Kleinflugzeuges mit Unister-Chef Thomas Wagner an Bord in Slowenien haben Mitarbeiter des Internetkonzerns mit einer Trauerminute der Opfer gedacht. Unister befinde sich in einem Moment der tiefen Trauer, teilte das Unternehmen am Freitag mit. "Unfassbar. Wir sind alle traurig. Und sprachlos", erklärte auch Unister-Mitgründer und Gesellschafter Daniel Kirchhof. Wagner habe ein neues Wirtschaftssegment geschaffen und Großes aufgebaut.

Vom Unternehmen hieß es weiter, es sollten nun wichtige Weichen für das operative Geschäft "im Sinne unseres Gründers" gestellt werden. Das Flugzeug mit Wagner war am Donnerstag auf dem Weg von Venedig nach Leipzig abgestürzt. Mit dem 38-Jährigen starben der Pilot sowie zwei 39 und 65 Jahre alte Insassen, wie die slowenische Polizei in Nova Gorica mitteilte.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelt es sich bei dem 39-Jährigen um einen Unister-Gesellschafter. Der 65-Jährige soll laut Medienberichten Banker und Unternehmensberater sein. Meldungen über eine größere Geldsumme an Bord wollte die Polizei zunächst nicht kommentieren. "Davon weiß ich nichts", sagte Kirchhof. Laut verschiedenener Medien soll es sich um mehrere Millionen Euro gehandelt haben. „Das entspricht nicht dem Geschäftsgebaren von Thomas Wagner. Wir werden eng mit den Behörden zusammenarbeiten, um diesem Verdacht nachzugehen“, dementierte Unister-Sprecher Dirk Rogl gegenüber der Leipziger Volkszeitung.

Das Gericht prüfte eine Klage

Das Flugzeug, eine in den USA registrierte Piper 32, war etwa eine halbe Stunde nach dem Start bei Predmeja im Osten Sloweniens ins Schlingern geraten. Es soll Probleme mit Vereisung gegeben haben. Die Maschine raste im gebirgigen Gelände in einen Wald und brannte aus. Man haben den Slowenen Unterstützung angeboten, erklärte ein Sprecher der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig.

Wagner hatte das Unternehmen Unister 2002 in Leipzig ursprünglich als Studententauschbörse gegründet. Das Start-up wuchs rasant und wurde innerhalb weniger Jahre zu einem Internet-Imperium mit 40 nationalen und internationalen Websites - darunter Portale wie "fluege.de" und "ab-in-den-urlaub.de". 2012 geriet Unister ins Visier der Justiz, Wagner war kurzzeitig in Untersuchungshaft.

Er und drei weitere Manager wurden unter anderem wegen unerlaubter Versicherungsgeschäfte und Steuerhinterziehung angeklagt. Unister wies die Vorwürfe stets zurück. Zum Prozess kam es bisher nicht, weil das Landgericht Leipzig derzeit eine weitere Klage prüft, eine erste Klage wurde teilweise zugelassen. Ein Termin für den Prozess stehe noch nicht fest, sagte ein Sprecher.

Ex-Sprecher bezweifelt, dass es ein Unfall war

Der frühere Unister-Sprecher und langjährige Wegbegleiter Konstantin Korosides äußerte Zweifel daran, dass der Absturz ein Unfall war. „Wir haben alle vier Tage telefoniert, ich glaube nicht an einen normalen Absturz, das schließe ich aus“, sagte er der Leipziger Volkszeitung. „Thomas war in letzter Zeit sehr vorsichtig. Schon nach der Razzia bei Unister hatte es Manipulationen an seinem Porsche gegeben. Er machte sich Sorgen um seine Sicherheit.“ Die zuständigen Behörden bat er eindringlich, die Ursache des Absturzes aufzuklären.

dpa/lvz

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