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Wohin fährt die Bahn?

Einzige Frau im Vorstand muss gehen Wohin fährt die Bahn?

Seit Wochen wird spekuliert, wer dem geplanten Umbau bei der ertragsschwachen Deutschen Bahn (DB) zum Opfer fallen wird. Topmanagerin Heike Hanagarth war dabei keine Kandidatin, die zuerst genannt wurde, denn die Technikchefin ist die einzige Frau im Vorstand. Doch nun ist ihre Bahn-Karriere nach kaum 19 Monaten wieder vorbei.

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Will rund 600 Millionen Euro sparen: Bahn-Chef Rüdiger Grube treibt den Umbau seines Unternehmens voran.

Quelle: Kay Nietfeld

Berlin. Ende Juli werde Hanagarth „einvernehmlich“ das Unternehmen verlassen, teilte der Konzern mit. Bahn-Chef Rüdiger Grube und Aufsichtsratschef Utz-Hellmuth Felcht bedankten sich für ihre Arbeit. Begründet wird der plötzliche Abgang mit dem Neuzuschnitt ihres Ressorts Technik und Umwelt.

Die Details des Konzernumbaus will die Bahn am Monatsende mitteilen. Dem Vernehmen nach sollen mehrere Vorstandsmitglieder ausscheiden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) soll der Aufsichtsrat die Personalien auf einer Sondersitzung am 27. Juli billigen.

Die Bahn hat ihre Umsatz- und Ertragsziele wiederholt deutlich verfehlt. Grube will mit einem Sparprogramm und der Verkleinerung des Vorstands gegensteuern. Bis 2019 sollen rund 600 Millionen Euro vor allem in der Verwaltung gespart werden. Der Staatskonzern leistet sich hier seit Jahren teils teure Doppelstrukturen.

Im Zuge des geplanten und später gescheiterten Börsengangs waren Personen- und Güterverkehr sowie die Logistik in eine Untergesellschaft, die DB Mobility Logistics AG (DBML), ausgegliedert worden. Dieses Unternehmen könnte weiterhin privatisiert werden, die nötigen Bundestagsbeschlüsse dafür liegen seit Jahren vor. Die Bahn steckt jedoch in einer solch schwierigen Lage, dass nach Ansicht von Experten kaum vernünftige Verkaufserlöse zu erzielen wären. Zudem ist die Privatisierung politisch umstritten. Deshalb gibt es offenbar Pläne, die DBML AG wieder in den Konzern zu integrieren und so Kosten zu sparen.

Angeblich soll Logistikchef Karl-Friedrich Rausch in den Ruhestand gehen. Für Ulrich Homburg, zuständig für den Personenverkehr, wird laut dpa der Chef der Tochtergesellschaft DB Fernverkehr, Berthold Huber, kommen. Zuletzt war in Medien spekuliert worden, Netzvorstand Volker Kefer könne mehr Kompetenzen erhalten. Ein Profiteur bei der Reform sei auch der frühere Kanzleramtschef Ronald Pofalla (CDU), heißt es nun. Pofalla solle im Bahn-Vorstand den Aufgabenbereich von Gerd Becht übernehmen, der in den Ruhestand geht. Becht ist in dem Führungsgremium für Datenschutz, Recht und „Compliance“ zuständig. Pofalla ist derzeit Generalbevollmächtigter für politische und internationale Beziehungen. Der bisherige Chef-Lobbyist wird sogar als möglicher Grube-Nachfolger gehandelt, obwohl der Wechsel des Politikers zum Staatskonzern auf scharfe Kritik gestoßen war.

Auch für Personalvorstand Ulrich Weber (65) wird altersbedingt ein Nachfolger gebraucht. Hier favorisiert der Konzern eine weibliche Besetzung, um zumindest wieder eine Topmanagerin vorweisen zu können.

Von Thomas Wüpper

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