Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Experten fordern realistische Abgastests

Zukunft für Dieselmotor Experten fordern realistische Abgastests

Nach dem Abgas-Skandal von VW sprechen sich Experten für realistischere Testmethoden aus und verweisen auf die Schwäche bisheriger Prüfverfahren. Ein Aus für den Dieselmotor befürchten Experten vorerst nicht.

Voriger Artikel
Sattes Plus bei Zulassungen und Export
Nächster Artikel
ThyssenKrupp kündigt neues Sparprogramm an
Quelle: dpa/Symbolbild

München. Auch nach dem Skandal um manipulierte Abgastests bei Volkswagen glauben Experten an eine Zukunft für Diesel-Fahrzeuge. "Das Ende der Diesel-Technologie bedeutet das sicher nicht", sagte Professor Reinhard Kolke, Leiter Test und Technik beim ADAC, der Deutschen Presse-Agentur in München. "Wichtig ist, dass die Automobilindustrie in allen Fahrzeugsegmenten Abgasminderungstechniken einsetzt, die wirksam Emissionen verringern." Dabei müsse über alle Betriebszustände der Stickoxid-Grenzwert gemäß Euro-6-Norm von 80 Milligramm pro Kilometer eingehalten werden. "Die hierfür erforderlichen Techniken sind bereits heute serienmäßig verfügbar", so Kolke.

Auch beim Gesetzgeber müsse es ein Umdenken geben, sagte der Experte. Wichtig seien regelmäßige Marktbeobachtung und eine Kontrolle der Abgasemissionen in der Praxis. Das eigentlich dafür zuständige Kraftfahrtbundesamt habe seines Wissens nie eigenständige Feldüberwachungen dieser Art durchgeführt, erklärte Kolke. "Der Grund für die fehlenden Überprüfungen ist leider das fehlende Geld." Hier sei das Bundesverkehrsministerium gefragt, das dafür einen ausreichenden Etat zur Verfügung stellen müsse.

Um die jetzt aktuelle Problematik abweichender Stickoxid-Emissionen im realen Fahrbetrieb in den Griff zu bekommen, sei die für 2017 angepeilte Einführung neuer Testzyklen inklusive eines neuen Messverfahrens nötig, das die Emissionen auf der Straße abbildet. Diese neuen Verfahren müssten zwingend auch in den Genehmigungsverfahren für neue Modelle angewendet werden, betonte Kolke. Auch der TÜV Süd verspricht sich davon künftig umfassendere und fundiertere Aussagen über den Schadstoff-Ausstoß, wie das Unternehmen auf Nachfrage erklärte.

Nach Einschätzung von ADAC-Experte Kolke sollte der Gesetzgeber dabei nur möglichst geringe Abweichungen zwischen den Stickoxid-Grenzwerten auf dem Prüfstand und im realen Betrieb zulassen. "Nur so kann sichergestellt werden, dass die Automobilindustrie Abgastechniken einsetzt, die wirksam Emissionen über alle Betriebszustände verringern", sagte Kolke.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Deutschland / Welt

Der Abgasskandal erschüttert den Volkswagen-Konzern. Lesen Sie hier alle Berichte und Hintergründe zur Diesel-Affäre. mehr

Aktienkurse regionaler Unternehmen

CEWE STIFT.KGAA... 82,35 +2,71%
CONTINENTAL 183,10 +1,92%
DELTICOM 17,81 +4,07%
HANNO. RÜCK 103,02 -1,61%
SALZGITTER 35,13 +2,32%
SARTORIUS AG... 68,12 +0,44%
SYMRISE 54,54 -0,48%
TALANX AG NA... 31,58 +0,49%
TUI 12,96 +2,84%
VOLKSWAGEN VZ 128,62 +1,68%
DAX
Chart
DAX 11.182,00 +1,78%
TecDAX 1.730,00 +0,67%
EUR/USD 1,0606 -1,40%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

BAYER 93,30 +3,22%
BMW ST 89,13 +2,61%
THYSSENKRUPP 24,18 +2,61%
RWE ST 11,12 -5,11%
E.ON 6,32 -2,47%
MÜNCH. RÜCK 175,87 -0,89%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 165,03%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 111,00%
Polar Capital Fund AF 103,34%
Fidelity Funds Glo AF 92,98%

mehr