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Deutschland / Welt Zwei Kindersitze fallen im Test durch
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Welt Zwei Kindersitze fallen im Test durch
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11:40 24.05.2016
"Die Kindersitze werden immer besser" – so positiv lautet das Fazit des ADAC nach dem aktuellen Test von 26 Kindersitzen. Quelle: dpa
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Hannover

Für die Sicherheit ihrer Kinder greifen Eltern auch mal tiefer in die Tasche. Wenn es um die Mobilität geht, sind die Anforderungen an die Sicherheit hoch – und das spiegelt sich auch im Preisniveau wieder. Für 600 Euro und mehr werden mittlerweile Kindersitze angeboten. Aber ist teuer auch gut?

Positives Gesamtfazit

Der ADAC und die Stiftung Warentest haben genauer hingeschaut. In ihrem Kindersitztest 2016 haben sie 26 Produkte – aus allen Modellbereichen – unter die Lupe genommen. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Trotz verschärfter Anforderungen im Vergleich zu früheren Tests schneidet der überwiegende Teil der Kindersitze gut ab. "Die Kindersitze werden immer besser", lautet daher auch das Gesamt-Fazit des ADAC. 

Babyschale für 450 Euro ist Testsieger

Geprüft wurden Sitze für Kinder von der Geburt bis 36 Kilogramm und für Kinder von 40 bis 105 Zentimeter Größe. Einmal vergaben die Tester die Bestnote "sehr gut", 17 Modelle erhielten ein "gut". Fünf Sitze erhielten immerhin ein "befriedigend".

Klarer Testsieger war eine Babyschale: Der Kiddy Evo-Luna i-Size schützt Neugeborene (45 bis 83 Zentimeter) bis zum Alter von circa 18 Monaten. Die Tester loben den guten Gurtverlauf und vorbildliche Sitzposition. Eltern müssen dafür aber auch ordentlich in die Tasche greifen: 450 Euro kostet der Testsieger.

Zwei von 26 Modellen bekamen dagegen das Urteil "mangelhaft". Beim KidsEmbrace Friendship bemängelten die Tester, dass die Rückenstütze für größere Kinder abgenommen werden muss. Dadurch bietet er keinen Schutz mehr beim Seitenaufprall, so die Tester. Auch der Kiwy SF01 Q-Fix zeigt Schwächen beim Seitenaufpralltest. Darüber hinaus weist der Bezugsstoff eine hohe Schadstoffbelastung auf.

Hier geht es zu den Test-Ergebnissen

Eine Sonder-Position nimmt der Chicco Seat-Up 012 ein: Der rund 350 Euro teure Sitz deckt lässt sich von der Geburt bis zum Alter von etwa sieben Jahren verwenden, die sonst für Babys bis 18 Monate verbreitete "Babyschale" muss also nicht extra angeschafft werden. In punkto Sicherheit muss diese Lösung nicht schlechter sein: Bei Unfällen bietet er laut ADAC einen zufriedenstellenden Schutz. Allerdings hat der Chicco Seat-Up 012 auch Schwächen in der Bedienung, weswegen er – als einziges Modell – ein "ausreichend" erhielt.

Übrigens: Inklusive der empfehlenswerten Sitze aus vorigen Tests, die noch im Handel sind, ist die Auswahl für Eltern groß: Insgesamt 42 "gute" oder "sehr gute" Sitze sind laut "Stiftung Warentest" im Angebot.

zys/RND

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