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Auto Daimler steigt bei chinesischem Partner ein

Der Autobauer Daimler hat für seine Aufholjagd in China eine weitere Weiche gestellt: Die Schwaben steigen mit zwölf Prozent bei ihrem chinesischen Partner Beijing Automotive (BAIC) ein.

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Besucher betrachten auf der International High Technology Expo in Peking, China eine Mercedes E-Klasse.

Quelle: Adrian Bradshaw (Archiv)

Stuttgart. Eine entsprechende Vereinbarung wurde nach Angaben des Dax-Konzerns am Freitag in Stuttgart unterzeichnet. Wie chinesische Experten in Peking erläuterten, beteiligt sich damit erstmals ein deutscher Hersteller in dem Maße an einem nicht gelisteten, staatlichen chinesischen Autoproduzenten.

Der Vertrag sieht den Angaben zufolge vor, dass die Stuttgarter zwei Sitze im Verwaltungsgremium vom BAIC Motor genannten Pkw-Arm des Autoherstellers erhalten. Im Gegenzug bekommt BAIC künftig mit 51 Prozent die Mehrheit an einem Beijing Benz genannten Gemeinschaftsunternehmen in Peking, wo bereits heute die C- und E-Klasse sowie der Geländewagen GLK gebaut werden.

BAIC Motor plant derzeit einen Börsengang in Hongkong. Daimler kündigte an, die Beteiligung sei ein strategischer Schritt zur Unterstützung dieser Pläne. Indem BAIC Motor die Mehrheit an dem Joint Venture bekommt, kann das Gemeinschaftsunternehmen als Eigentum aufgeführt werden. Nach Einschätzung von Branchenkennern ist das hilfreich für den Sprung auf das Börsenparkett. Daimler-Chef Dieter Zetsche bezeichnete den Einstieg als Bekenntnis, "gemeinsam die Chancen und Potenziale des chinesischen Automobilmarkts voll auszuschöpfen".

Daimler hatte in dem Riesenreich bereits zuvor an Stellschrauben gedreht: Zuletzt hatten die Stuttgarter mit dem bisherigen Lkw-Manager Hubertus Troska ein allein für China zuständiges Vorstandsmitglied ernannt. Zudem wurden bisher getrennt arbeitende Vertriebsgesellschaften unter einem Dach zusammengelegt.

China gewinnt für Autobauer derzeit zunehmend an Bedeutung. Schon heute rangiert es hinter den USA auf Rang zwei der größten Automärkte. Seit dem vergangenen Jahr ist das Land sogar der größte Absatzmarkt für alle deutschen Nobelhersteller: Audi, BMW, Mercedes und Porsche verkauften 959 000 Neuwagen im Reich der Mitte.

Auch die VW-Tochter Audi rüstete am Freitag im Reich der Mitte auf - sie stärkte den Standort mit einem eigenen Asien-Zentrum. In dem ersten Entwicklungszentrum der Ingolstädter außerhalb Deutschlands sollen Audi-Produkte künftig stärker auf die Wünsche asiatischer Kunden zugeschnitten werden.

China ist Audis größter Absatzmarkt und wichtiger Pfeiler seiner Strategie, bis 2020 der größte Luxushersteller der Welt zu werden. Im vergangenen Jahr verkauften die Ingolstädter in China mit 405 000 Autos 29 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit dem Bau der zweiten Fabrik zusammen mit dem chinesischen Partner First Automotive Works (FAW) in Foshan kann Audi seine Kapazitäten sogar bis auf 700 000 Stück ausweiten.

Daimler fährt der Konkurrenz in China derzeit hinterher - und verkaufte zuletzt deutlich weniger Wagen als die Erzrivalen BMW und Audi. Bis spätestens 2020 will Daimler-Chef Zetsche an den Bayern vorbeiziehen. Dazu soll künftig auch die Beteiligung an BAIC Motor beitragen.

"Durch diese strategische Investition in BAIC Motor ist Daimler das erste ausländische Unternehmen, das sich an einem chinesischen Hersteller beteiligt", erklärte Daimler-Finanzchef Bodo Uebber. Die Stuttgarter wollen ihm zufolge dadurch künftig am Wachstum des chinesischen Autobauers teilhaben. Die BAIC Gruppe ist den Angaben zufolge einer der größten Autohersteller Chinas und setzte 2011 mehr als 1,5 Millionen Fahrzeuge ab.

dpa

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