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2000 Bosch-Mitarbeiter protestieren vor Zentrale

Geplante Abspaltung der Auto-Anlasser-Sparte 2000 Bosch-Mitarbeiter protestieren vor Zentrale

Mehr als 2000 Bosch-Mitarbeiter sind aus Protest gegen die geplante Abspaltung der Auto-Anlasser-Sparte vor die Konzernzentrale bei Stuttgart gezogen. Sie fordern, erste Entscheidungen zurückzunehmen und zu verhandeln. Für die IG Metall ist die Situation nicht einfach.

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Am Donnerstag protestierten in Gerlingen vor der Bosch-Zentrale gut 2000 Menschen, darunter auch Delegationen von anderen Bosch-Standorten und Mercedes-Mitarbeiter.

Quelle: dpa

Hildesheim/Stuttgart. Aus Sicht der IG Metall schwächt Bosch seinen niedersächsischen Standort Hildesheim seit Jahren mit einer Salamitaktik voller Halbwahrheiten und falschen Hoffnungen. So habe die Bosch-Belegschaft in Hildesheim in den vergangenen 35 Jahren 12.000 Arbeitsplätze verloren, sagte IG-Metall-Bezirkschef Hartmut Meine am Donnerstag bei einer Kundgebung vor der Bosch-Zentrale bei Stuttgart. Er betonte in seiner Rede: „Bei jeder Ausgliederung von Produktionsumfängen behauptete Bosch, dass die Arbeitsplätze sicher sind. Dies glaubt in Hildesheim niemand mehr.“

Mehr als 2000 Bosch-Mitarbeiter sind aus Protest gegen die geplante Abspaltung der Auto-Anlasser-Sparte vor die Konzernzentrale bei Stuttgart gezogen. Sie fordern, erste Entscheidungen zurückzunehmen und zu verhandeln. Für die IG Metall ist die Situation nicht einfach.

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Meine forderte, es müsse „endlich Schluss sein mit Ausgliederung, Verkauf und Arbeitsplatzabbau. Die Geschäftsführung muss die Maßnahme stoppen und mit der Arbeitnehmerseite konstruktive Verhandlungen aufnehmen“. Der Ärger der Bosch-Mitarbeiter richtet sich gegen die jungen Pläne des Technologiekonzerns für seine Auto-Anlassertechnik. Demnach sucht Bosch einen Partner für ein Gemeinschaftsunternehmen oder will es gleich ganz verkaufen. Das Unternehmen begründet die Trennung mit zu hartem Wettbewerb. In den vergangenen zehn Jahren habe der Bereich einen hohen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag an Verlusten angehäuft. Im Jahr 2014 gab es 1,4 Milliarden Euro Umsatz.

Von den Plänen des Autozulieferers sind nach Angaben von Betriebsrat und Gewerkschaft rund 900 Mitarbeiter in Hildesheim und 500 in Schwieberdingen bei Stuttgart betroffen. Am Donnerstag protestierten in Gerlingen vor der Bosch-Zentrale gut 2000 Menschen, darunter auch Delegationen von anderen Bosch-Standorten und Mercedes-Mitarbeiter.

Wie bei vielen großen Zulieferern steckt die IG Metall in der Branche in einer Zwickmühle: Autohersteller wie Volkswagen, wo die IG Metall ebenso im Aufsichtsrat vertreten ist, fordern auch von inländischen Zulieferern Preise auf internationalem Wettbewerbsniveau. Der Interessenausgleich ist für die Gewerkschaft dabei oft ein Spagat.

Der Preisdruck und die billige Konkurrenz in Niedriglohnländern wie Osteuropa sind in Niedersachsen derzeit bei Bosch und auch beim Konkurrenten Continental Auslöser für Sorgen um Produktionsstandorte.

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